Zum Gedenken an Abraham Lincoln finden Paraden und historische Gesellschaften statt.
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Kostümierte Teilnehmer der jährlichen Jahrestagung der Lincoln-Gesellschaft in Frankfort (Kentucky, USA).

Die Bundesstaaten in den USA

US-Bundesstaat Kentucky: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

Kentucky gehört zwar nicht zu den Gründerstaaten der USA, aber ist als 15. Staat recht früh der Union beigetreten und seit 1792 Teil der Vereinigten Staaten von Amerika.

  • Kentucky ist aus dem Bundesstaat Virginia hervorgegangen.
  • Im Amerikanischen Bürgerkrieg kämpften die Einwohner Kentuckys auf beiden Seiten, heute zählt der Bundesstaat zu den Südstaaten.
  • Die Wirtschaft in Kentucky produziert in erster Linie Vieh, der Staat gilt als „Fleischtopf“ für die großen Schlachthöfe in Chicago.

Frankfort – Vor seiner Gründung war Kentucky Teil Virginias. Im Jahr 1790 einigten sich die beiden Landesteile auf die Bedingungen für den Austritt. Die endgültige Gründung des Bundesstaates Kentucky gelang im April 1792, als die Verfassung des Staates ratifiziert wurde.

Heute gehört der Staat zu den Südstaaten, in der Geschichte waren sich die Einwohner darüber aber nicht einig. Während des Amerikanischen Bürgerkriegs kämpften die Bewohner auf beiden Seiten. Das lag unter anderem daran, dass sowohl Abraham Lincoln, der Präsident der Union, als auch Jefferson Davies, der Präsident der Konföderation aus Kentucky stammen.

Kentucky ist der 15. Bundesstaat der USA. Er trat der Union am 01. Juni 1792 bei, direkt nachdem er die Unabhängigkeit von Virginia erlangt hatte. Kentucky gehört zu den wenigen Bundesstaaten, die sich „Commonwealth“ (Gemeinwesen) und nicht „State“ (Staat) nennen.

Kentucky: Geografie des Bundesstaats

Kentucky erstreckt sich über den Mittleren Westen und den Süden der USA, der Bundesstaat ist 104.659 km² groß. In der Geografie Kentuckys gibt es eine einzigartige Besonderheit: Dieser Bundesstaat besitzt als einziger eine Enklave, die komplett von anderen Bundesstaaten umschlossen ist. Im Westen des Landes hat das New-Madrid-Erdbeben von 1811 eine Halbinsel geformt. Dieses Landstück nennt sich „Kentucky Bend“. Es ist von drei Seiten vom Fluss Mississippi umflossen, der die Grenze zu Missouri bildet, die Landverbindung besteht zu Tennessee. Obwohl keinerlei physische Verbindung mehr existiert, gehört das Kentucky Bend zu Kentucky.

Der Bundesstaat Kentucky ist lang und schmal geformt, daher ist die Geografie sehr abwechslungsreich. Im Norden liegt das wirtschaftliche Zentrum in der Bluegrass-Region. Kalkreiche Böden bieten hier beste Bedingungen für die Landwirtschaft und Viehzucht. Im Osten und im Westen ist Kentucky reich an Kohle. Dazu kommen waldreiche Regionen.

Kentucky – die Städte, die Bevölkerung und die Wirtschaft

Die Bevölkerung in Kentucky lebt weit verteilt. In den meisten Landesteilen wohnen maximal 100 Bürger pro Quadratmeile, auch die Städte des Landes sind bis auf wenige Ausnahmen klein. Die Mehrheit der Gemeinden erreicht ähnlich wie die Hauptstadt Frankfort maximal 25.000 Einwohner. Bedeutend größer sind lediglich:

  • Louisville (rund 600.000 Einwohner)
  • Lexington (rund 300.000 Einwohner)

Außerdem bilden einige Kleinstädte entlang des Flusses Ohio einen eigenen Ballungsraum.

Die Bevölkerung des Bundesstaates ist zu 86,3 % weiß, das Medianalter liegt bei 38,5 Jahren. In 13 Countys der USA lag im Jahr 2015 die Lebenserwartung niedriger als im Vorjahr, acht dieser Countys lagen in Kentucky. Es sind die ärmsten Regionen des Bundesstaates.

Die Region ist landwirtschaftlich geprägt und berühmt für Whiskey und die Pferdezucht. Zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Produkten gehören:

  • Rinder
  • Schweine
  • Molkereiprodukte
  • Tabak
  • Getreide
  • Sojabohnen

In Teilen des Staates sind verschiedene Werke angesiedelt. Sie produzieren unter anderem:

  • Autoteile
  • Elektronikartikel
  • Chemische Produkte
  • Maschinen

Durch die reichen Kohlevorkommen des Staates macht der Bergbau einen erheblichen Anteil der Wirtschaft aus.

Die Wahlen in Kentucky

Obwohl Kentucky früher zu den sklavenhaltenden Staaten zählte, kämpfte das Land auf der Nordseite. Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg blieben bis in die 1960er Jahre nur einige republikanische Hochburgen zurück, die Wahlen gewannen meist die Demokraten. Seit 60 Jahren verschiebt sich diese Gewichtung. Die Wähler entscheiden sich immer häufiger für die konservativen Republikaner und die Demokraten verlieren. Bei den Präsidentschaftswahlen ist Kentucky ein Phänomen. Bis auf John F. Kennedy und Barack Obama haben alle anderen Präsidenten in diesem Bundesstaat gewonnen.

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