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US-Außenminister Kerry dringt in Kabul auf eine funktionsfähige Regierung.

Friedensgespräche

Kerry dringt in Kabul auf funktionsfähige Regierung

Kabul - US-Außenminister Kerry ist zu Besuch in Afghanistan. Es geht um Sicherheitsfragen, Friedensgespräche und die künftige Zusammenarbeit. Kerry mahnt zur Einheit.

US-Außenminister John Kerry hat die afghanische Regierung bei einem überraschenden Besuch in Kabul eindringlich aufgerufen, ihre „internen Spaltungen“ zu überwinden. Es müsse sichergestellt werden, „dass die Regierung der Einheit alles Mögliche tut, um geeint zu sein“ und ihren Verpflichtungen gegenüber dem Volk nachzukommen, sagte Kerry am Samstag bei einem Treffen mit seinem afghanischen Amtskollegen Salahuddin Rabbani.

Das werde er auch Präsident Aschraf Ghani und Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah sagen, erklärte Kerry. Er kam später getrennt mit diesen beiden Politikern zusammen, die sich nach einer bitter umkämpften Wahl die Macht teilen, aber ihre Rivalität bisher nicht überwunden haben.

Das trägt zur Instabilität im Land bei, das unter schweren Wirtschaftsproblemen und hoher Arbeitslosigkeit leidet. Auch die Sicherheitslage ist prekär: Afghanistan ist weit davon entfernt, den Taliban-Aufstand in den Griff zu bekommen. Daher befinden sich noch fast 10 000 US-Soldaten in dem Land.

Kerry wies auf zwei anstehende multinationale Treffen in diesen Jahr hin, bei denen es um weitere Hilfsmaßnahmen für Afghanistan auf militärischem Gebiet und bei der Entwicklung geht. „Ich muss Ihnen sehr direkt sagen, dass jeder einzelne Tag bis dahin maximiert werden muss, um sie (die Treffen) zu einem Erfolg zu machen“, sagte er. Die Regierung müsse zusammenstehen und die Bedürfnisse von Land und Volk über ihre Differenzen stellen.

dpa

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