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Kevin Kühnert beim Bundeskongress der Jusos.

Bestes Ergebnis seit 1969

Kevin Kühnert als Juso-Vorsitzender wiedergewählt - Klingbeil unterstützt Kandidatur für SPD-Vorstand

Kevin Kühnert wurde als Vorsitzender der Jusos wiedergewählt. Es war das beste Ergebnis seit 1969. Jetzt will er auch für den SPD-Vorstand kandidieren. 

  • Kevin Kühnert wurde als Juso-Vorsitzender wiedergewählt.
  • Er erhielt das beste Ergebnis seit 1969.
  • Kühnert will auch für den SPD-Vorstand kandidieren.

Schwerin - Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert ist auf dem Bundeskongress der SPD-Parteijugend in Schwerin mit 88,6 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Damit habe Kühnert das beste Ergebnis eines Juso-Bundesvorsitzenden seit 1969 erzielt, teilten die Jusos am Freitagabend im Online-Dienst Facebook mit. Gegenkandidaten für den 30-Jährigen hatte es nicht gegeben.

Kühnert seit zwei Jahren an der Spitze - Kritik an GroKo

Kühnert steht seit zwei Jahren an der Spitze der Jusos. Schlagzeilen machte er unter anderem mit der - letztlich erfolglosen - Kampagne gegen den Eintritt der SPD in eine erneute große Koalition. Im aktuellen Rennen um den künftigen SPD-Vorsitz unterstützt Kühnert das GroKo-kritische Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans.

Auf dem Bundesparteitag im Dezember will Kühnert für einen Vorstandsposten kandidieren. Der Juso-Bundeskongress in Schwerin steht unter dem Motto "Ums Ganze!" und dauert bis Sonntag.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil unterstützt eine Kandidatur des frisch im Amt bestätigten Juso-Chefs Kevin Kühnert für den SPD-Vorstand. "Wenn Kevin Kühnert in der SPD Verantwortung übernimmt, hat das meine Unterstützung", sagte Klingbeil der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). Schließlich habe Kühnert "die Jusos stark gemacht". "Ich finde es gut, dass wir so viele junge Menschen erreichen", sagte Klingbeil. Erst mal gehe es jetzt aber um die Vorsitzendenwahl.

In einer Woche gibt die SPD bekannt, welches Team die Stichwahl um die Parteiführung gewonnen hat. Kühnert hatte sich früh hinter Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken gestellt. Bundesfinanzminister Olaf Scholz, der gemeinsam mit Klara Geywitz in der Stichwahl steht, sprach der Juso-Chef die Fähigkeit ab, die SPD erneuern zu können.

Wer ist eigentlich Kevin Kühnert?

Klingbeil: „CDU wird immer mehr zur Klientelpartei für Millionäre"

Generalsekretär Klingbeil appellierte in der "NOZ" an die Genossen, sich nach der Wahl geschlossen hinter das neue Führungsteam zu stellen. "Unsere künftigen Vorsitzenden haben die volle Solidarität verdient, und sie werden sie bekommen", sagte der Generalsekretär.

Die SPD könne es sich "nicht erlauben, die CDU zu kopieren, die auch ein Jahr nach der Vorsitzenden-Wahl permanent mit sich hadert und streitet". Attacken wie die der CDU-Politiker Friedrich Merz und Tilman Kuban gegen ihre Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer "wollen wir nicht", betonte Klingbeil. Beim CDU-Parteitag in Leipzig hatte Kramp-Karrenbauer wegen der parteiinternen Kritik überraschend die Vertrauensfrage gestellt und ihre Kritiker damit vorerst zum Schweigen gebracht.

Klingbeil attackierte die CDU-Chefin scharf. "Mit Frau Kramp-Karrenbauer entfernt sich die CDU aus der Mitte der Gesellschaft. Themen wie die Gleichstellung der Frau etwa durch eine Quote werden unter ihrer Führung gestoppt", sagte er der "NOZ".

"Dafür wird die CDU immer mehr zur Klientelpartei für Millionäre", warf Klingbeil dem Koalitionspartner im Bund vor. Die CDU wolle den Soli "für die Superreichen in diesem Land abschaffen", während die SPD konsequent Kinderarmut bekämpfen wolle. "Immerhin kann niemand sagen, Union und SPD wären sich zu ähnlich", betonte Klingbeil.

AFP

Nun nahm sich auch Kabarettist Dieter Nuhr die sozialistischen Träume von Kevin Kühnert vor. Gewohnt schlagfertig kontert der Juso-Chef.

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