Regierung nennt konkrete Zahlen

Kiew: Russische Soldaten in Ukraine eingedrungen

Kiew - Nach Angaben Kiews sind alleine am Wochenende rund 1500 russische Soldaten in die Ukraine vorgedrungen.

Die Truppen hätten am Samstag und Sonntag mit militärischer Ausrüstung, darunter Raketensysteme, die Grenze überquert, sagte Militärsprecher Andrej Lyssenko am Montag. Demnach überquerten die Soldaten mit etwa 300 Rüstungsgegenständen den Teil der Grenze, der von den Separatisten kontrolliert wird. Zu dem Konvoi gehörten laut Lyssenko rund 170 Fahrzeuge, darunter Lastwagen und Öltankwagen.

Die Ukraine und der Westen werfen Russland vor, die Rebellen im Osten mit Soldaten und Ausrüstung zu unterstützen. Moskau dementiert dies. Die Gefechte zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Rebellen im Osten der Ukraine hatten sich zuletzt deutlich verstärkt.

Weitere Sanktionen bleiben vorerst außer Kraft

Die geplante Ausweitung der EU-Sanktionen gegen ukrainische Separatisten und russische Politiker wird wegen der deutsch-französischen Friedensinitiative vorerst auf Eis gelegt. Bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel sei beschlossen worden, die neuen Strafmaßnahmen nicht sofort in Kraft treten zu lassen, sagten Diplomaten am Montag in Brüssel. Damit sollten die Chancen auf einen erfolgreichen Krisen-Gipfel im weißrussischen Minsk erhöht werden.

Der Beschluss der Außenminister sieht allerdings vor, dass die Strafmaßnahmen automatisch am kommenden Montag wirksam werden, wenn es nicht einen weiteren Beschluss der EU-Staaten gibt. Bedingung dafür seien weitreichende Fortschritte bei den Friedensverhandlungen, hieß es.

Nach dpa-Informationen würden die neuen Strafmaßnahmen 14 Separatisten und 5 Russen treffen. Neben den Einzelpersonen sollen neun Separatisten-Gruppen auf die Sanktionsliste gesetzt werden. Zu den Sanktionen gehören EU-Einreiseverbote und Vermögenssperren.

AFP

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Peinliche Rede: Pfadfinder-Chef entschuldigt sich für Trump
Harte politische Attacken und anzügliche Andeutungen - Donald Trumps Rede bei einer Pfadfinderversammlung kam nicht gut an. Jetzt musste sich der Oberpfadfinder …
Peinliche Rede: Pfadfinder-Chef entschuldigt sich für Trump
Netanjahu fordert Todesstrafe für Terroristen
Nach einer neuen Welle der Gewalt hat sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für die Verhängung der Todesstrafe für Terroristen ausgesprochen.
Netanjahu fordert Todesstrafe für Terroristen
Hofreiter attackiert Merkel: „Heuchelei zur Kunstform gemacht“
Harte Worte: Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter ist sauer auf Angela Merkel. Ein wichtiges Thema interessiere die Kanzlerin in Wahrheit „einen Dreck“, wettert er.
Hofreiter attackiert Merkel: „Heuchelei zur Kunstform gemacht“
Söder: Keine dritte Startbahn vor 2018 - Reiter will weitere Zahlen sehen
Eile? Mitnichten. Der Aufsichtsrat des Flughafens hat sich darauf verständigt, die Startbahn-Entscheidung zu vertagen. München als Mitgesellschafter will neue Zahlen – …
Söder: Keine dritte Startbahn vor 2018 - Reiter will weitere Zahlen sehen

Kommentare