Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un präsentiert auf einem Treffen des Zentralkomitees ein Dekret.
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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un präsentiert auf einem Treffen des Zentralkomitees ein Dekret.

Machthaber reagiert auf US-Vorstoß

Kim Jong-un bereitet Nordkorea auf Konflikt und Dialog mit den USA vor - „Würde unseres Staates“ schützen

  • Felix Durach
    VonFelix Durach
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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass er sein Land auf einen Dialog, aber auch eine Konfrontation mit den USA vorbereite.

Pjöngjang – Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat sich zwiegespalten auf die Beziehung seines Landes zu den USA geäußert. Der 37-Jährige erklärte am Donnerstag im Rahmen eines Treffens des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei, dass Nordkorea sich zugleich auf einen Dialog, sowie eine Konfrontation mit den USA vorbereiten würde. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet, soll der nordkoreanische Machthaber sich jedoch vor allem für eine Konfrontation mit der Regierung in Washington bereithalten. Nordkorea müsse sich „besonders auf eine Konfrontation vollständig vorbereiten, um die Würde unseres Staates zu schützen” und somit ein „friedliches Umfeld” für die Bevölkerung Nordkoreas zu gewährleisten, erklärte Kim Jong-un.

Kim Jong-un: Nordkoreanischer Machthaber bereitet sich auf Konfrontation und Dialog mit den USA vor

Damit reagiert das Regime in Pjöngjang wohl auch auf eine Ankündigung der US-Regierung in Zukunft eine „praktische, abgestufte Herangehensweise” gegenüber Nordkorea an den Tag zu legen, um dem Ziel einer atomaren Abrüstung näherzukommen. Kim Jong-un nannte zwar keine Einzelheiten, gab jedoch an, dass er eine „detaillierte Analyse der politischen Tendenz der neu eingesetzten US-Regierung gegenüber unserer Republik” angefertigt habe.

US-Präsident Joe Biden hatte im Mai noch erklärt, er plane keine offiziellen Treffen mit Kim Jong-un, soweit dabei nicht konkrete Verhandlungen um eine atomare Abrüstung im Mittelpunkt stehen würden. „Ich würde nicht tun, was in der jüngeren Vergangenheit getan wurde. Ich würde ihm nicht alles geben, was er will - internationale Anerkennung”, erklärte der 78-Jährige.

Nordkorea: US-Präsident Biden stichelt wegen Treffen mit Kim Jong-un gegen Trump

Der Kommentar kann als Seitenhieb gegen Bidens Vorgänger Donald Trump betrachtet werden, der sich während seiner vierjährigen Amtszeit gleich dreimal persönlich und äußerst medienwirksam mit dem nordkoreanischen Machthaber getroffen hatte. Ein letzter Gipfel zwischen den beiden Staatschefs endete 2019 in Hanoi ohne Ergebnisse. Seitdem liegen die Verhandlungen zwischen den beiden Nationen auf Eis. (fd/dpa)






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