+
Der Prozess gegen den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy ist vorbei. Foto: Julian Stratenschulte

Prozess gegen Edathy nach Geständnis eingestellt

Verden (dpa) - Der Kinderporno-Prozess gegen den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy ist nach einem Schuldeingeständnis gegen eine Geldauflage eingestellt worden.

Am zweiten Verhandlungstag gab Edathy zu, sich mit seinem dienstlichen Laptop kinderpornografische Videos und Bilder aus dem Internet besorgt zu haben.

"Ich habe eingesehen, dass ich einen Fehler begangen habe. Ich habe dazu lange gebraucht", räumte Edathy in einer von seinem Rechtsanwalt vorgelesenen Erklärung ein.

Oberstaatsanwalt Thomas Klinge hatte ein solches Geständnis des 45 Jahre alten Ex-Politikers gefordert. Daraufhin beschloss die Strafkammer des Landgerichts Verden die Einstellung nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung. Edathy muss 5000 Euro an den Kinderschutzbund Niedersachsen zahlen.

Die Anklagebehörde hatte Edathy vorgeworfen, im Herbst 2013 kinderpornografische Videos und Bilder aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Die Ermittler waren auf ihn aufmerksam geworden, weil sein Name auf der Kundenliste einer kanadischen Firma aufgetaucht war, die auch Kinder- und Jugendpornos vertrieben haben soll.

§ 184b Strafgesetzbuch

Mitteilung Landgericht Verden

Homepage Edathy

Einsetzung Untersuchungsausschuss

Vita Edathy

Spiegel-Interview mit Edathy

§ 153a Strafprozessordnung

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jamaika-Verhandlungen: Union ist uneinig über Mütterrente
Obergrenze, Dieselverbot, Einwanderungsgesetz – das sind die prominenten Konfliktlinien, die die Parteien bei den Jamaika-Verhandlungen trennen. Mindestens genauso …
Jamaika-Verhandlungen: Union ist uneinig über Mütterrente
Ticker zur Österreich-Wahl: Grüne endgültig vor dem Parlaments-Aus
Nach der Wahl 2017 in Österreich liegt der 31-jährige Sebastian Kurz (ÖVP) klar vorn. Reaktionen, News und das Ergebnis im Live-Ticker zur Nationalratswahl.
Ticker zur Österreich-Wahl: Grüne endgültig vor dem Parlaments-Aus
Kommentar zu Bayerns Nachtragshaushalt: Grund zur Sorge
Dank zusätzlicher Steuereinnahmen wächst der Haushalt des Freistaates Bayern im kommenden Jahr um 524 Millionen Euro. Ein Kommentar von Merkur-Redakteur Christian …
Kommentar zu Bayerns Nachtragshaushalt: Grund zur Sorge
Nach Wiederwahl an die Spitze: Wagenknecht düpiert Riexinger
"Bernd, das ist die Pressekonferenz der Fraktion" - nach ihrer Wiederwahl an die Fraktionsspitze weist Wagenknecht den Linke-Chef öffentlich in die Schranken. Heute geht …
Nach Wiederwahl an die Spitze: Wagenknecht düpiert Riexinger

Kommentare