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Linkspartei-Chefin Katja Kipping hält eine Koalition mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl weiter für denkbar.

"Bislang kindische Abgrenzungsrituale"

Linke: Rot-Rot-Grün als Alternative zu Merkel

Dresden - Linkspartei-Chefin Katja Kipping hält eine Koalition mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl weiter für denkbar. „Wenn es eine Alternative zum Kurs von Merkel geben soll, dann muss man über Rot-Rot-Grün nachdenken.“

Das sagte Kipping der „Sächsischen Zeitung“ (Freitagausgabe). „An der Linken würde ein wirklicher Wechsel hin zu einer friedlichen Außenpolitik, hin zur Umverteilung von oben nach unten nicht scheitern.“

Gegenwärtig gebe es zwar „geradezu kindische Abgrenzungsrituale vonseiten der SPD.“ Das sehe die Linke aber gelassen, sagte die Parteivorsitzende. „Ich bin mir auch nicht sicher, ob diese Abgrenzung von der Linken am Tag nach der Bundestagswahl auch noch gilt.“

Den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück sieht Kipping mit gemischten Gefühle. „Einerseits haben wir ein echtes Interesse an einer Alternative zu Merkel im Sinne eines wirklichen Politikwechsels. Dafür steht Steinbrück nicht wirklich glaubhaft“, erklärte sie. „Andererseits ist Steinbrück kein Kandidat für den Osten, das macht es für uns natürlich dort etwas leichter.“

Politik 2012 in Zitaten

"Europa scheitert, wenn der Euro scheitert" - Politik 2012 in Zitaten 

dapd

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