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Enge Vertraute: Gerda Hasselfeldt und Angela Merkel.

Hasselfeldt, Uhl, Kalb und Koschyk

Der kleine Generationenwechsel im Bundestag

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Berlin/München – Hasselfeldt, Uhl, Kalb und Koschyk: Einige CSU-Abgeordnete geben im Herbst 2017 ihre begehrten Wahlkreise auf.

Sie waren neu, sie waren jung, sie hatten nach einem teils rauen Wahlkampf das Bedürfnis nach einem verlässlichen Netzwerk: 2002 schloss sich eine Gruppe von frisch gewählten CSU-Abgeordneten zum „Zugspitzkreis“ zusammen. Kaum einer kannte ihre Namen, es war ein Dobrindt, ein zu Guttenberg, ein Herr Scheuer, eine Frau Bär. Gemeinsam schaffte die junge Seilschaft den Aufstieg, heute sind die meisten von ihnen Promis.

Anderthalb Jahrzehnte später könnte mal wieder ein Schwung neuer, zunächst namenloser Abgeordneter dauerhaft in den Bundestag einziehen. In mehreren Regionen geben altgediente Parlamentarier ihre Wahlkreise frei. Von einem großen Generationenwechsel zu sprechen, wäre voreilig. Die Liste wächst allerdings. Ganz oben steht Landesgruppen-Chefin Gerda Hasselfeldt (65), die gestern ihre Parteibasis in Fürstenfeldbruck informierte, im Herbst 2017 nicht mehr zu kandidieren. Am Abend folgte der Niederbayer Bartholomäus Kalb (66), der in Berlin als Haushaltspolitiker Einfluss hat. Schon länger bekannt sind der Rückzug von Peter Gauweiler (66), des Münchner Innenpolitikers Hans-Peter Uhl (71) und des fränkischen Ex-Staatssekretärs Hartmut Koschyk (57).

Die Nachfolge wird bis Herbst entschieden. In allen Fällen stehen jüngere Kandidaten bereit, in der Jungen Union sozialisiert. Für Hasselfeldt könnte es etwa Katrin Mair (34) sein, in Niederbayern JU-Bezirkschef Paul Linsmaier (32). Jeder wird zunächst zu hören bekommen, weniger Einfluss zu haben als der Vorgänger – hat aber dafür viel Einarbeitungszeit. Wer in der CSU mal ein Direktmandat bekommt, behält es lang.

Unter den ältergedienten wird derweil ausgemacht, wer neuer Chef der Landesgruppe wird. Solange die Union regiert, ist das einer der spannendsten Posten im Parlament. Der CSU-Anführer darf alles, ist keiner Kabinettsdisziplin unterworfen, sitzt aber in allen relevanten Gremien dabei. Kanzlerin Angela Merkel etwa berät sich seit Jahren oft diskret mit Hasselfeldt. Eigentlich ist der Job spannender als jedes Ministeramt.

Als erster Anwärter gilt deshalb Verkehrsminister Alexander Dobrindt. Er ist ein Freund deutlicher Ansagen, zuletzt wiederholt gegen Merkels Grenzpolitik. Je nach Wahlausgang könnten auch die CSU-Minister Gerd Müller und Christian Schmidt Interesse anmelden. Gut möglich ist auch eine Rückkehr von Ex-Innenminister Hans-Peter Friedrich, er war ja schon 2009 bis 2011 Landesgruppenchef. Auch der Name von Generalsekretär Andreas Scheuer wird vereinzelt genannt. Er hat sich ja seit 2002 recht bekannt gemacht. 

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