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Klima-Aktivisten bei Anne Will in der Mehrheit: Beim Atom zeigt sich jedoch Doppelmoral der „letzten Generation“

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Von: Georg Anastasiadis

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In der ARD-Talkrunde von Anne Will wurde hitzig über die Aktionen der Klima-Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ diskutiert. Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.
In der ARD-Talkrunde von Anne Will wurde hitzig über die Aktionen der Klima-Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ diskutiert. Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis. © Sven Hoppe/dpa/Klaus Haag

Bei einer Diskussion in der ARD-Runde von Anne Will über die Klima-Proteste der „Letzten Generation“ waren die Klimaaktivisten in der Mehrheit. Die Haltung der Bevölkerung zu den radikalen Protesten sieht ganz anders aus, kommentiert Georg Anastasiadis.

In der ARD sind die Klimaaktivisten der „letzten Generation“ schon da, wo sie so furchtbar gerne wären in Deutschland: in der Mehrheit. Drei der fünf von „Anne Will“ eingeladenen Studiogäste legten sich am Sonntagabend für die Klima-Kleber ins Zeug, nur zwei, Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), durften dagegenhalten – wenn ihnen die sichtlich erregten Klima-Retterinnen mal ausnahmsweise nicht ins Wort fielen. Dieses Kräfteverhältnis entspricht vermutlich den Sympathieanteilen in der Anne-Will-Redaktion, nicht aber in der Bevölkerung, die die Straftaten der Weltuntergangspropheten laut Umfragen zu 85 Prozent ablehnen.

Klima-Proteste: Aktivisten als parteiische Vorfeldorganisation der Grünen

Leider haben die in der Tat ernüchternden Ergebnisse des Weltklimagipfels in Ägypten erkennbar nicht dazu geführt, dass die Aktivisten nun stärker Sündernationen wie China und Saudi-Arabien in den Blick nehmen. Sie arbeiten sich viel lieber an FDP und Union ab, an denen die Rettung des Weltklimas deshalb scheitere, weil Deutschland nicht mit noch mehr Furor vorangehe. Bayerns Innenminister Herrmann weist darauf hin, dass interessanterweise nur zwei der 13 in Bayern in Gewahrsam genommenen Aktivisten aus dem Freistaat stammten – der Rest nutze das CSU-regierte Bundesland als Bühne, um sich als Klima-Märtyrer zu inszenieren. Wie sehr sich die „letzte Generation“ in Wahrheit als parteiische Vorfeldorganisation der Grünen begreift, verraten schon ihre Forderungen nach Einführung eines 9-Euro-Tickets und eines 100-kmh-Tempolimits auf Deutschlands Autobahnen. Dass mit der Verlängerung der Atomlaufzeiten ein Mehrfaches an klimaschädlichem CO2 einzusparen wäre, worauf auch Greta Thunberg hinweist, interessiert die selbst ernannte „letzte Generation“ nicht. Ihr Feindbild steht fest. Im Treibhaus Deutschland gedeiht eben vor allem eines: die Doppelmoral.

Georg Anastasiadis

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