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Andrea Nahles verspricht: "Es wird in Zukunft klare Regeln geben für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, um den Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen zu bekämpfen." Foto: Britta Pedersen/Archiv

Nahles begrüßt Einigung der Koalition bei Arbeitsmarktreform

Die Reformpläne für Leiharbeit und Werkverträge lagen lange auf Eis - jetzt gibt es grünes Licht. Hunderttausende Arbeitnehmer sollen besser vor unlauteren Praktiken geschützt werden.

Berlin (dpa) - Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat die Einigung der Koalition zum Schutz der Arbeitnehmer als historischen Schritt begrüßt.

"Wir haben zum ersten Mal in der Geschichte überhaupt eine gesetzliche Regelung, die ganz eindeutig die Rechte der Leiharbeitnehmer stärkt. Wir haben zum ersten Mal überhaupt Regeln, damit Werkverträge nicht missbraucht werden", sagte sie im ARD-Morgenmagazin.

Nach monatelangem Streit hatten sich Union und SPD am Dienstagabend bei einem Spitzentreffen in Berlin auf einen Gesetzentwurf gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen geeinigt. Verabredet seien gleicher Lohn für gleiche Arbeit ohne Schlupflöcher, hieß es. Eine Dauerentleihung von Zeitarbeitnehmern gebe es künftig nicht mehr.

"Man kann sich natürlich immer mehr wünschen, wir haben das so verabredet in der Koalition, und deswegen bin ich dankbar, dass das geklappt hat", sagte Nahles. "Dass wir hier an diesem Punkt geschafft haben, dass Leiharbeiter verbriefte Rechte haben, die sie einklagen können, sehe ich als großen Fortschritt."

Nahles zu Koalitionsausschuss im April

Artikel zu erstem Nahles-Entwurf

DGB-Infos zu Leiharbeit

Koalitionsvertrag S. 49

Arbeitgeberposition

DGB-Position

IG-Metall-Betriebsrätebefragung

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