+
Noch ein Jahr bis zur Wahl und noch viel zu tun: Angela Merkel und Sigmar Gabriel.

Rente, Miete, Lohnungleichheit

Koalitionsgipfel soll Streitthemen klären

Berlin - Zwischen Union und SPD hakt es bei mehreren Projekten. Jetzt kommt wieder einmal eine Spitzenrunde zusammen - schaffen Merkel, Gabriel und Seehofer Bewegung auf einigen politischen "Dauerbaustellen"?

Rund ein Jahr vor der Bundestagswahl wollen die Spitzen der schwarz-roten Koalition umstrittene Vorhaben voranbringen. Bei dem heutigen Treffen im Kanzleramt soll voraussichtlich über die Rente, mehr Lohngleichheit von Männern und Frauen und die innere Sicherheit gesprochen werden.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer wollen einen Fahrplan bis Jahresende abstecken. An der Runde teilnehmen sollen auch die Fraktionsspitzen Volker Kauder und Gerda Hasselfeldt (Union), Thomas Oppermann (SPD) sowie Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU). Je nach Thema dürften auch Fachminister dazukommen.

Eine Reihe von strittigen Fragen zwischen den Partnern 

Zwischen den Koalitionspartnern gibt es bei einer Reihe von Themen strittige Fragen. Bei der Rente ist zu klären, wie eine Anhebung der Ost-Renten auf das West-Niveau finanziert werden kann. Daneben plant die Koalition eine "Lebensleistungsrente" mit der Aufwertung kleiner Renten zum Schutz vor Altersarmut. 

Beim vorgesehenen Gesetz für mehr Lohngleichheit hakte es vor allem daran, für welche Unternehmen Vorgaben und Dokumentationspflichten eingeführt werden sollen.

Zur Inneren Sicherheit hatte Ressortchef Thomas de Maizière (CDU) nach den Terroranschlägen in Deutschland ein Paket vorgelegt, das noch bis zur Wahl umgesetzt werden soll. Dazu gehören mehr Personal für Sicherheitsbehörden, mehr Videoüberwachung und schärfere Gesetze.

Daneben könnten weitere strittige Themen wie der Klimaschutzplan bei dem Spitzentreffen besprochen werden. Auf den Tisch kommen soll laut Regierungskreisen auch das Mietrecht. Nach einem aus dem Frühjahr stammenden Entwurf von Justizminister Heiko Maas (SPD) sollen Vermieter etwa nur noch acht Prozent statt elf Prozent der Kosten von Modernisierungen auf die Miete umlegen dürfen.

Die SPD will sich für milliardenschwere Sanierungen von Schulen stark machen. Eine offene Frage ist außerdem die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck.

Koalitionsvertrag von Union und SPD

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schleswig-Holstein: Grünen-Parteirat empfiehlt „Jamaika“-Verhandlungen
Der Parteirat der Nord-Grünen hat sich für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU und FDP für eine neue Landesregierung in Schleswig-Holstein ausgesprochen.
Schleswig-Holstein: Grünen-Parteirat empfiehlt „Jamaika“-Verhandlungen
SPD-Kanzlerkandidat Schulz: Bin ziemlich optimistisch
Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz zeigt sich trotz der jüngsten Schlappen bei Landtagswahlen optimistisch, dass seine Partei die Bundestagswahl gewinnen kann.
SPD-Kanzlerkandidat Schulz: Bin ziemlich optimistisch
Merkel in München: Heimspiel in der „Fuchsenstube“
Merkel auf München-Reise, der nächste Versuch. Nach den Pleiten beim CSU-Parteitag und dem Versöhnungstreffen kommt die Kanzlerin zum Treffen der Unions-Fraktionschefs. …
Merkel in München: Heimspiel in der „Fuchsenstube“
Merkel: „Ich hätte sehr gerne Franz Josef Strauß persönlich kennengelernt“
Ob das gut gegangen wäre? Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hätte CSU-Legende Franz Josef Strauß gerne persönlich kennengelernt. Das sagte sie am Montag in München.
Merkel: „Ich hätte sehr gerne Franz Josef Strauß persönlich kennengelernt“

Kommentare