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Demonstration für Adil Demirci - nun kommt er frei

Raus aus türkischer U-Haft

Kölner Demirci nach 10 Monaten frei - der Prozess geht weiter

Der wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation angeklagte Adil Dermirci ist raus aus der türkischen U-Haft. Doch er darf Istanbul nicht verlassen. Der Prozess geht weiter. 

Zehn Monate saß er in türkischer Untersuchungshaft. Nun kommt der Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci vorerst frei. Das entschied am Donnerstag ein Gericht in Istanbul nach der zweiten Verhandlung im Verfahren wegen Terrorvorwürfen.

Demirci darf aber nicht nach Deutschland ausreisen. Auch die Provinz Istanbul darf er nicht verlassen. Der Prozess soll am 30. April fortgeführt werden.

Der 33-Jährige saß seit April in Untersuchungshaft in Istanbul

, nachdem er während eines Familienurlaubs festgenommen worden war.

Demirci und seinen 22 Mitangeklagten wird vorgeworfen, in den Jahren 2013, 2014 und 2015 an Beerdigungen von Mitgliedern der verbotenen linksextremen MLKP und der kurdischen YPG teilgenommen zu haben, die bei Polizeirazzien in Istanbul und im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien getötet worden waren. Sie werden deshalb der Mitgliedschaft in der MLKP verdächtigt. Demirci bestätigte zwar bei dem Prozessauftakt am 20. November die Teilnahme an Beerdigungen von Kämpfern gegen die IS-Miliz, bestritt aber eine Mitgliedschaft in einer "Terrororganisation".

dpa / Afp

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