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Joachim Herrmann am 01.01.2016 in München.

In den Umfragen vorne

Könnte Herrmann Ministerpräsident von Bayern werden?

München - 2016 wird das Jahr der Personalspekulation werden, denn Seehofers Abschied 2018 rückt näher. In den Umfragen bleibt Söder hinter Herrmann zurück.

Gut zweieinhalb Jahre vor dem geplanten Abschied von Ministerpräsident Horst Seehofer aus der Spitzenpolitik liegt Innenminister Joachim Herrmann in einer neuen Umfrage knapp vor Finanzminister Markus Söder (alle CSU). Den ersten Platz belegt nach wie vor Seehofer selbst: 66 Prozent der Bürger wollten auch in Zukunft eine herausragende Rolle für den CSU-Chef, ermittelte das Meinungsforschungsinstitut GMS bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Sat.1 Bayern. An zweiter Stelle folgt Herrmann mit 61 Prozent vor Söder (60 Prozent) und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), die auf 58 Prozent kommt. Bei den CSU-Anhängern rangiert Söder jedoch mit 67 vor Herrmanns 65 Prozent.

Viele Bürger trennen offensichtlich zwischen persönlicher Sympathie und den Fähigkeiten, die sie einem Politiker zutrauen. Die Demoskopen fragten die gut 1000 bayerischen Bürger auch, von welchen Politikern sie eine „gute Meinung“ hätten: An der Spitze liegt Seehofer mit 71 Prozent - doch auf Platz zwei folgt kein Aspirant auf Seehofers Nachfolge, sondern mit 57 Prozent Sozialministerin Emilia Müller (CSU).

Der Jahreswechsel bringt offensichtlich keine Wechselstimmung in Bayern mit sich. Obwohl die AfD laut Umfrage derzeit mit sieben Prozent als zusätzliche Oppositionsfraktion in den Landtag einziehen könnte, würde die CSU immer noch mehr Stimmen holen als alle anderen im Landtag vertretenen Parteien zusammen. Die Demoskopen sehen die Regierungspartei bei 45 Prozent und damit schlechter als die 47,7 Prozent bei der Landtagswahl 2013.

Auch SPD und Freie Wähler würden im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl verlieren. Die bayerischen Sozialdemokraten liegen demnach bei 19 Prozent (2013: 20,6), die Freien Wähler bei 6 Prozent (9,0). Lediglich die Grünen könnten auf 10 Prozent zulegen (2013: 8,6). Die FDP würde mit 4 Prozent den Einzug in den Landtag verpassen. Vom 28. Dezember 2015 bis zum 3. Januar 2016 wurden 1019 bayerische Bürger befragt.

dpa

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