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Ex-Chefunterhändler kandidiert als Präsident in Kolumbien

Kampf gegen die Armut

Kolumbiens Friedensunterhändler kündigt Präsidentschaftskandidatur an

Als Chefunterhändler der Regierung hat er den Friedensvertrag mit der linken Guerillaorganisation Farc ausgehandelt - jetzt will Humberto de la Calle der nächste Präsident von Kolumbien werden.

Bogotá - „Ich will Präsident werden, denn ich teile mit vielen Kolumbianern denselben Traum: ein Land in Frieden, entschlossen, die Armut zu besiegen“, sagte er bei der Ankündigung seiner Kandidatur am Mittwoch. Zunächst war unklar, ob er als Kandidat der Liberalen Partei oder als unabhängiger Bewerber bei der Wahl im kommenden Mai antritt.

De la Calle führte als Delegationsleiter die Verhandlungen mit den Farc. Nach dem Abschluss des Friedensvertrags im vergangenen Jahr legten die Rebellen die Waffen nieder und wollen künftig als politische Bewegung für ihre Ziele wie eine gerechtere Landverteilung eintreten. Als Präsident will De la Calle den Friedensprozess des amtierenden Staatschefs und Friedensnobelpreisträgers Juan Manuel Santos fortführen.

De la Calle war Mitte der 1990er Jahre Vizepräsident unter Präsident Ernesto Samper. Wegen der Finanzierung von Sampers Kampagne mit Drogengeldern überwarf er sich allerdings mit dem Staatschef und trat zurück.

dpa

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