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Will vorerst nicht mit den ELN-Guerillas verhandeln: Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos fordert die Freilassung eines ehemaligen Abgeordneten.

Ex-Abgeordneter verschleppt

Kolumbien verschiebt Verhandlungen mit ELN-Guerilla

Quito - Die Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und den ELN-Guerillas verzögert sich. Präsident Juan Manuel Santos stellt eine Bedingung für Gespräche.

Kolumbien verschiebt wegen des Streits um die Freilassung eines verschleppten Ex-Abgeordneten den Beginn von Friedensverhandlungen mit der Guerillagruppe Nationales Befreiungsheer (ELN). Die Verhandlungen würden erst beginnen, wenn Odín Sánchez wie vereinbart freigelassen worden sei, sagte Präsident Juan Manuel Santos am Donnerstag in einer Rede. In der Hauptstadt Quito hätten wenige Stunden später die Friedensgespräche beginnen sollen.

Innenminister Juan Fernando Cristo sagte vor Journalisten, die Verhandlungen könnten "morgen, Samstag oder irgendwann beginnen" - vorausgesetzt Sánchez sei frei. Nach dem Friedensschluss mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) will die kolumbianische Regierung auch den Konflikt mit der zweitgrößten Guerillagruppe des Landes beenden.

Friedensvertrag mit Farc im September unterzeichnet

Santos wird für seinen Einsatz für eine Beendigung des Konflikts mit der Farc in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Verhandlungen mit der Farc in Kuba hatten vier Jahre gedauert, im September wurde der Friedensvertrag unterzeichnet.

Allerdings lehnte die Bevölkerung das Abkommen in einem Referendum ab, inzwischen haben Verhandlungen für eine Überarbeitung des Vertrags begonnen. Die ELN hatte ebenso wie die Farc 1964 ihren Kampf gegen die kolumbianische Regierung, Großgrundbesitzer und rechte Paramilitärs begonnen.

afp

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