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Am kommenden Woche startet das diesjährige Oktoberfest. Wieder werden tausende Besucher erwartet.

Entscheidung naht

Zelte nach der Wiesn als Flüchtlingsunterkünfte?

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München - Der Flüchtlingsandrang nach München nimmt kein Ende. Die Regierung von Oberbayern will bald entscheiden, ob die Festzelte nach der Wiesn als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden sollen.

Die Diskussion, dass die Festzelte nach der Wiesn als Unterkunft für Flüchtlinge dienen sollen, gab es bereits letztes Jahr. Damals hieß es von der Stadt München, die Zelte seien nicht beheizbar und die Statik nicht dafür ausgelegt Schneemassen zu tragen. Soll heißen: Die Zelte sind nicht dazu gemacht im Winter zu stehen.

Das Münchner Sozialreferat ist auch dieses Jahr der gleichen Meinung. Ganz im Gegenteil zur Regierung von Oberbayern. Sprecherin Simone Hilgers erklärte der Abendzeitung: "Darüber werden wir in zwei Wochen je nach Lage entscheiden." Es ist also noch offen, ob nach dem Oktoberfest Flüchtlinge in den Wiesn-Zelten untergebracht werden oder nicht. Hilgers fügte jedoch hinzu, dass man grundsätzlich eher auf Festbauten setze.

Nürnberg: Volksfestzelt als Notlösung für Flüchtlingsunterbringung

Um Flüchtlinge kurzfristig unterbringen zu können, stellt die Stadt Nürnberg ein Volksfestzelt auf. „Das Zelt soll jedoch nur im absoluten Notfall genutzt werden“, sagte eine Sprecherin des Bürgermeisteramts am Dienstag. „Wir versuchen, es zu vermeiden.“ Das Zelt soll nicht wie zuerst gedacht auf dem Volksfestplatz stehen bleiben, sondern auf einer Wiesenfläche westlich der Innenstadt aufgebaut werden. Dort wurden bereits im vergangenen Jahr Asylbewerber in Zelten untergebracht.

Das Zelt biete Platz für 200 bis 300 Menschen, sagte die Sprecherin. Er soll in den nächsten Tagen aufgebaut werden. Wie lange es stehen bleibt, ist noch unklar. Der Besitzer habe der Kommune die Nutzung angeboten. Auslöser war die Ankunft von zuletzt mehreren tausend Flüchtlingen am Münchner Hauptbahnhof. Sollten während des Oktoberfests Flüchtlingszüge nicht in München halten, sondern beispielsweise in Nürnberg, wolle die Stadt gerüstet sein. „Damit niemand am Bahnhof schlafen muss.“

Alle aktuellen Informationen zur Flüchtlingskrise in München und Bayern finden Sie in unserem Ticker.

mt/dpa

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