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Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis

Deutsche Bank attackiert

Bundeswirtschaftsminister attackiert Deutsche Bank: Fehlbesetzung Gabriel 

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München - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagt, er mache sich Sorgen um die Angestellten der Deutschen Bank. Doch mit seinen Angriffen auf das Geldhaus gefährdet er deren Jobs - und die Stabilität des Standorts Deutschland.  

Man kann der Deutschen Bank ja viel Schlechtes nachsagen. Aber muss sich gerade der Bundeswirtschaftsminister beim Banken-Bashing an die Spitze setzen, während der Chef des taumelnden Geldhauses bei einer Reise in die USA gerade um neues Vertrauen wirbt?

Auf ein Institut einzuprügeln, das ohnehin schon am Boden liegt, ist weder besonders mutig noch besonders klug. Als Wirtschaftsminister sollte sich Gabriel bemühen, Ruhe auszustrahlen, die erhitzten Gemüter zu beruhigen, um den ihm anvertrauten Standort Deutschland zu stärken. Doch er tut das Gegenteil: Er gießt inmitten einer gefährlich glimmenden Bankenkrise, die das Zeug zu einem zweiten Fall Lehman hat, noch Öl ins Feuer.

Mit Gabriel ist es immer dasselbe: Man weiß nie, ob gerade der Minister spricht – oder der SPD-Kanzlerkandidat. Weil er seine Rollen nicht auseinanderzuhalten versteht, ist er in seinem Staatsamt ein glatte Fehlbesetzung. Als SPD-Spitzenkandidat übrigens auch: Indem er sich in Sachen Deutsche Bank als Brandstifter betätigt, redet er den Schaden geradezu herbei, vor dem zu bewahren er seinen Wählern verspricht. So dumm, dass sie das nicht erkennen würden, sind die Bürger nicht. Staatshilfe für die Deutsche Bank? Fast könnte man meinen, Gabriel wolle dem Hilferuf aus Frankfurt etwas nachhelfen.

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