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Hier kommentiert Alexander Weber.

Nach Rücktritt der Wortführer Johnson und Farage

Kommentar zu Brexit-Desaster: Wenn es ernst wird...

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Die Brexit-Wortführer Johnson und Farage haben das Handtuch geworfen - und überlassen Großbritannien den Schlamassel, in den sie das Land geführt haben. Das geht nach hinten los. Ein Kommentar. 

„Mission accomplished“ – Mission erfüllt. Unter diesem Banner verkündete 2003 US-Präsident Bush den vermeintlichen Sieg im Irakkrieg. Der Rest der Tragödie ist hinreichend bekannt. Wie sich die Bilder gleichen: „Ziel erreicht“ begründete am Montag Ukip-Chef Nigel Farage seinen Rücktritt. Den Schlamassel, in den sein Brexit-Kurs Großbritannien geführt hat, überlässt er nun auch anderen. So, wie es Boris Johnson, das blonde Enfant terrible der Tories, vorgemacht hat. Damit stellt sich keiner der beiden führenden Köpfe der „Leave“-Kampagne mehr den „Segnungen“ des eigenen Erfolges. Verantwortungslos.

Man muss Farage und Johnson keine Träne nachweinen, aber das Köpferollen in der britischen Parteienlandschaft nimmt schon Shakespearsche Dimensionen an. Nur Labour-Chef Jeremy Corbyn will noch nicht wahrhaben, dass seine Zukunft hinter ihm liegt.

Nigel Farage kündigte an, er werde jetzt Exit-Bewegungen in anderen EU-Staaten unterstützen. Der Schuss könnte nach hinten losgehen. Denn die Schockerfahrung der Briten, wie schnell Versprechungen von Populisten wie Seifenblasen platzen, wenn es ernst wird, hat auch so manchen diesseits des Ärmelkanals nachdenklich werden lassen. Das spanische Wahlergebnis war ein erstes Signal dafür.

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