Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Kommentar: Behörde in der Pflicht

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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge steht unter Dauerbeschuss. Tatsächlich ist die Lage allerdings inzwischen besser, als sie scheint. Ein Kommentar von Til Huber. 

Mehr als eine halbe Million unbearbeitete Asylanträge, tausende Untätigkeitsklagen: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bekommt die Situation einfach nicht in den Griff. Das ist zumindest der Eindruck, den man bei der aktuellen Nachrichtenlage bekommen kann. In Wahrheit muss man aber wohl sagen: Die Lage ist inzwischen etwas besser, als sie scheint.

Die gute Nachricht ist: Wenn man den Ankündigungen glauben darf, wird in Kürze tatsächlich vollständig geklärt sein, wer sich genau alles im Land befindet. Für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist das ein wichtiger Schritt. Er war lange überfällig. Es bleibt das größte Versäumnis der Flüchtlingskrise, dass die Identität vieler Migranten über Monate schleierhaft war – weil die Behörden schlecht vernetzt waren, vor allem aber, weil einfach zu viele Menschen kamen. Das darf sich nicht wiederholen.

Doch selbst wenn es nun – gemessen am Chaos des vergangenen Jahres – ruhiger werden sollte. Die Arbeit muss unter Hochdruck weitergehen. Das Bundesamt steht vor einem Berg an Asylanträgen. Die müssen schnell und effektiv abgearbeitet werden. Politik und Amt sind in Sachen Flüchtlinge in der Pflicht – auch ohne den Druck der ständigen öffentlichen Aufmerksamkeit.

Rubriklistenbild: © Haag Klaus

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