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Claudia Möllers.

Ostern 2017

Kommentar: Christen brauchen Mut

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Ostern 2017 ist überschattet von blutigen Anschlägen auf Christen in Nahen Osten. Die Weltgemeinschaft muss sich dem religiösen Fanatismus noch stärker entgegenstellen. 

Ostern 2017 ist ein besonderes Fest. Denn in diesem Jahr feiern die Christen aller Kirchen gemeinsam das Fest der Auferstehung Jesu. Die westlichen wie die orthodoxen – egal, ob sie nach dem Gregorianischen oder dem Julianischen Kalender leben.

Dieser gemeinsame Termin, ein kalendarischer Zufall, kann den Blick weiten über den heimischen Kirchturm hinaus. Auf die ganze christliche Welt. Doch dieser Blick lässt einen schaudern, wenn man allein an die jüngsten blutigen Anschläge auf die koptischen Christen in Ägypten denkt. 46 Menschen wurden am Palmsonntag getötet, mehr als 120 verletzt. Der IS reklamierte die Taten für sich.

Wer hat schon präsent, dass die Christenheit die größte bedrängte und verfolgte Glaubensgemeinschaft weltweit ist? Über 7000 Menschen wurden im vergangenen Jahr ihres Glaubens wegen ermordet. Im Nahen Osten, in ihrer Ursprungsregion, sind die Christen inzwischen ebenso eine gefährdete Minderheit wie in anderen Teilen der Welt. Die Weltgemeinschaft muss den wachsenden religiösen Fanatismus, der sich gegen die Christen richtet, viel stärker ächten und die Religionsfreiheit – einer unserer abendländischen Werte – noch nachdrücklicher verteidigen. Es kann keinen Frieden zwischen den Religionen geben, ohne dass gleichzeitig auch weltweit die Religionsfreiheit gefordert wird.

Den Gläubigen im sicheren Europa kann außerdem der Blick auf die verfolgten Christen nur ein Ansporn sein, offen, mutig und klar für ihren Glauben einzutreten. Dazu gehört allerdings auch ein besseres Wissen um die Glaubensinhalte, die Grundlagen des Christentums und seine Traditionen. Zum Beispiel dass sich das Geheimnis des Osterfestes nicht im Verstecken von Ostereiern erschöpft.

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