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Im Visier der Ermittler

Kommentar: Ditib-Imame Partner von gestern

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Am Mittwoch wurden Ditib-Moschee-Gemeinden wegen Spitzeleien gegen Anhänger der Gülen-Bewegung durchsucht. Es könnte der Anfang eines neuen Kurses im Umgang mit Ditib sein. Ein Kommentar von Til Huber.

Weihnachten ein Fest der „Ungläubigen“, die internationale Kritik an der Türkei im Grunde eine Verschwörung der „Juden-Lobby“ – was auf Internetseiten, Facebook-Profilen und in Predigten von Ditib-Moschee-Gemeinden so geäußert wird, ist oft schwer zu vereinbaren mit dem Gedanken der Integration. Und meilenweit entfernt vom Ideal eines aufgeklärten „europäischen Islam“. Wie soll er dem auch entsprechen, wenn die Imame direkt von der türkischen Religionsbehörde entsandt werden?

Am Mittwoch wurden nun Ditib-Moschee-Gemeinden wegen Spitzeleien gegen Anhänger der Gülen-Bewegung durchsucht. Es könnte der Anfang eines neuen Kurses sein. In den vergangenen Jahren dachten viele, Ditib könnte ein echter Partner bei der Integration sein. In manchen Bundesländern mischt der Verband sogar beim Islamunterricht mit. Unter Bauchschmerzen war das zu ertragen, solange in der Türkei die Zeichen zumindest offiziell auf Annäherung an Europa standen. Mit Erdogans autoritärem Umbruch hat sich die Situation verändert. Zur religiösen Agitation kommt nun auch noch die politische Instrumentalisierung. Das Modell der auslandsabhängigen Moscheen muss ein Ende haben. Nicht von heute auf morgen, aber der Umbau der Strukturen sollte jetzt beginnen.

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