tz-Redakteur Klaus Rimpel.

Kommentar

Trumps erste Ankündigungen: Umverteilung nach oben

Donald Trump, der Mann der kleinen Leute… Es liegt schon eine besondere Ironie darin, dass viele Amerikaner den Milliardär gewählt haben, damit er es „denen da oben“ mal so richtig zeigt. Wie sich der angehende Präsident bisher gibt, kommentiert tz-Redakteur Klaus Rimpel. 

Wie es aussieht, wird er es allenfalls seinen Geschäftskonkurrenten so richtig zeigen, weil er nun wunderbar seine politische Macht für sein Familienbusiness nutzen kann. Aber zu erwarten, dass ausgerechnet ein Superreicher zum Kämpfer für die verarmende Arbeiterschicht wird, war schon ziemlich naiv. 

Die Menschen in den USA leiden darunter, dass es der öffentlichen Hand an allen Ecken und Enden an Geld fehlt – marode Straßen, Krankenhäuser wie in Dritt-Welt-Staaten … 

Trumps Antwort darauf: Noch weniger Geld für den Staat, noch mehr Geld für die Reichen! Unternehmen sollen noch weniger Körperschaftsteuer zahlen. Und die Banken sollen wieder entfesselt werden wie vor der Finanzkrise. 

Haben die US-Bürger wirklich schon vergessen, dass es die Gier vieler Bankmanager war, die die Welt in eine der größten Krisen der Nachkriegszeit gerissen hat? Jetzt will Trump die Gesetze Obamas rückgängig machen, mit denen der scheidende US-Präsident die Raubtiere an der Wall Street wenigstens ein bisschen gezähmt hat. 

Aber Trump stoppt TTIP! Wollten viele Deutsche das nicht immer? So sicher nicht. Denn Protektionismus und zwischenstaatliche Verträge, die einen Unterbietungswettbewerb bei Umweltstandards und Steuern in Gang setzen, sind keine Alternative zu freiem Handel nach fairen Regeln.

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