Nach dem Anschlag

Kommentar: Echte Hilfe für die Opfer von London

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Nein, man will sich an diese Bilder nicht gewöhnen. Wieder hat ein irrer Fanatiker mit einfachsten Mitteln großen Schaden angerichtet, das Leben vieler Menschen zerstört, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Ein Kommentar von Mike Schier.

Wo El Kaida relativ aufwendige Parallelanschläge plante (11. September 2001, Madrid 2004), setzt die IS-Miliz perfide auf den hausgemachten Terror Einzelner. Die Mittel gegen diese Strategie sind begrenzt. Die offenen Staaten des Westens bleiben für solche Attacken angreifbar.

Die Saat geht auf. Inzwischen gibt es ähnliche Verhaltensmuster sogar bei psychisch kranken Tätern, die nichts mit Islamisten zu tun haben, aber Aufmerksamkeit suchen. Den Anschlag von London hat der IS für sich reklamiert. Wie weit der Täter gelenkt wurde, muss sich noch erweisen. Tatsache ist: Mit den Gebietsverlusten des IS in Syrien oder Irak wächst die Zahl der Kämpfer, die nach Europa einsickern, um Angst und Schrecken zu verbreiten.

Ja, man muss die Grenzen besser kontrollieren, Islamisten überwachen, Fußgängerzonen schützen. Trotzdem werden sich im Internet weiter labile oder zornige Menschen radikalisieren – weshalb wir uns als Gesellschaft wohl ein Konzept für den Umgang mit solchen Anschlägen zulegen müssen. Leider. Dazu zählt, den Fokus vom Täter auf die Opfer zu lenken. Sie und ihre Familien brauchen nicht nur Mitleid, sondern echte Unterstützung, auch dann noch, wenn die schrecklichen Bilder verblassen.

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