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Polizisten am Charles de Gaulle Flughafen in Paris.

Merkur-Redakteur Alexander Weber

Kommentar zu Egyptair-Absturz:MS804 und die Terror-Angst

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München - In seinem Kommentar zum Egypt-Air-Absturz meint Merkur-Redakteur Alexander Weber: Auch wenn die Ursache noch nicht feststeht, überschattet Terror-Angst das Unglück. 

Merkur-Redakteur Alexander Weber.

Noch steht nicht fest, was den Airbus MS804 der Egyptair über dem Mittelmeer vom Himmel holte und die 66 Menschen an Bord in den Tod stürzen ließ – ein Unglück oder ein Anschlag. Aber man muss keinen französischen Pass besitzen, um nachzuempfinden, wie sich unsere Nachbarn im Angesicht einer solchen Schreckensnachricht fühlen. Allein schon der Verdacht, dass Paris erneut als Ausgangspunkt für terroristische Gewalt gegen Franzosen und Bürger anderer Nationen ausgewählt worden sein könnte, reicht aus, um alle Alarmglocken der Grande Nation schrillen zu lassen.

Nach den tödlichen Anschlägen islamistischer Terroristen im Januar 2015 auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo und dem Massenmord an 130 Menschen rund um das Bataclan-Theater im vergangenen November wäre eine Flugzeug-Attacke bereits der dritte Stoß ins Herz der Franzosen binnen 16 Monaten – trotz aller strengen Sicherheitsvorkehrungen. Und das im Angesicht bevorstehender sportlicher Großereignisse zwischen Paris und Marseille: der Fußball-Europameisterschaft sowie der Tour de France.

Der Sport, die Begeisterung von Millionen Menschen für Tore und Bergetappen, droht in den Hintergrund zu rücken – vom wirtschaftlichen Schaden ganz abgesehen. Allein die Tatsache, dass viele Menschen gestern spontan hofften, der Absturz sei nur Folge technischen Versagens, und nicht ein weiterer Anschlag menschenverachtender politisch Verblendeter, macht deutlich, wie es derzeit um die Gemütslage in Europa steht.

Alle Infos finden Sie im News-Ticker zum Egyptair-Absturz.

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