+
Redakteur Werner Menner kommentiert.

Härtere Strafen für Raser?

Kommentar zu illegalen Autorennen: Stoppt den Irrsinn 

  • schließen

München - Sie spielen Russisches Roulette auf deutschen Straßen - mit dem Leben Unbeteiligter als Einsatz. Höchste Zeit, diesen Irrsinn zu stoppen, kommentiert Werner Merner die illegalen Autorennen.

Schon klar: Wer einen PS-starken Flitzer besitzt, will auch mal erleben, was das Kraftpaket aus Stahl, Blech und Gummi draufhat. Das zu testen, gibt es viele legale Möglichkeiten. Sogar auf legendären Rennstrecken. Dazu müssen keine Rennen im öffentlichen Straßenverkehr und bevorzugt in Großstädten ausgetragen werden. Und das am liebsten nachts – mit zu Status- und Männlichkeitssymbolen hochstilisierten Autos, und unter Abschaltung aller Kontrollfunktionen im Gehirn. Russisches Roulette auf deutschen Straßen und mit dem Leben Unbeteiligter als Einsatz. Höchste Zeit, diesen Irrsinn zu stoppen.

Es ist etwas faul im Staate, wenn bei derartigen Rennen erst Menschen verletzt oder getötet werden müssen, ehe das Strafrecht greift. Und warum sollten die außerhalb jeglicher Vernunft agierenden Raser bremsen, solange ihr Vergehen nur als „übermaßige Straßenbenutzung“ eingestuft wird. Und wenn deshalb alles, was ihnen droht, eine Geldstrafe, nur ein Bußgeld, und ein einmonatiges Fahrverbot sind? Das macht auch eine Anhebung des Strafmaßes nicht zwingend zu einer scharfen Waffe des Gesetzes. Es sei denn, die Behörden bekommen zudem das Recht, die „Rennwagen“ zu beschlagnahmen. Ohne „Spielzeug“ werden sogar Todesspiele nahezu unmöglich.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

IAEA: Iran hält sich weiter an Atomabkommen
Der Iran hält sich nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weiterhin an die Auflagen des Atomabkommens. Die USA um Präsident Donald Trump zählen …
IAEA: Iran hält sich weiter an Atomabkommen
Amnesty warnt vor der "Dämonisierung" von Minderheiten
Ob Trump, Xi, Putin oder Duterte: Amnesty International wirft in ihrem Jahresbericht führenden Politikern weltweit vor, Angst und Hass zu schüren - mit verheerender …
Amnesty warnt vor der "Dämonisierung" von Minderheiten
Evangelische Ehepartner dürfen am Abendmahl teilnehmen - unter einer Bedingung
Nach jahrzehntelangem Zwist um ein gemeinsames Abendmahl von Katholiken und Protestanten haben sich die deutschen katholischen Bischöfe zu einer Mini-Reform …
Evangelische Ehepartner dürfen am Abendmahl teilnehmen - unter einer Bedingung
Katastrophe in Ost-Ghuta: Gabriel sichert zehn Millionen Euro Soforthilfe zu
Angesichts der eskalierenden militärischen Auseinandersetzungen in Syrien hat Deutschland zusätzliche humanitäre Soforthilfe von zehn Millionen Euro zugesagt.
Katastrophe in Ost-Ghuta: Gabriel sichert zehn Millionen Euro Soforthilfe zu

Kommentare