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Alexander Weber. 

Neuer UN-Generalsekretär Guterres

Kommentar: Im Dilemma der Alten Welt

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Dem düsteren Bild, das der neue UN-Generalsekretär António Guterres zu Beginn seiner Amtszeit von der Weltlage gezeichnet hat, ist kaum etwas entgegenzuhalten, was über das Prinzip Hoffnung hinausgeht. 

Und dennoch wünscht man sich von dem Mann an der Spitze der Vereinten Nationen, dass er mehr wird erreichen können als jene Demonstration der Hilflosigkeit, die vielen Auftritten seines Vorgängers Ban Ki Moon anhaftete.

Dazu gehört auch, dass der Chef der Weltversammlung es in seinem Aufruf zu Frieden, Vernunft und Dialog nicht beim hehren Appell an das Gute belässt, sondern dass er die Realität zumindest ungeschminkt benennt. Wenn Guterres mit Blick auf die Tragödie in Syrien erklärt, „niemand gewinnt solche Kriege – alle verlieren“, dann mag das auf der humanitären Ebene stimmen, nicht aber auf der machtpolitischen. Gerade der Fall Aleppo hat gezeigt, wie sehr die UN unter dem immer noch geltenden Veto-System der Geteilten Welt von 1945 an Glaubwürdigkeit verlieren, während Russlands Präsident Wladimir Putin sich dieses Blockadeinstrument ebenso geschickt wie skrupellos zunutze gemacht hat, um seine Macht im Nahen und Mittleren Osten zu stärken. Erst nach der Entscheidungsschlacht fand der Rat jetzt die Kraft zum Kompromiss.

Diesen Trumpf zur Durchsetzung nationaler Interessen haben alle Veto-Mächte im Sicherheitsrat für sich genutzt. Die Chancen für eine Reform der Veto-Regeln stehen daher schlecht. Selbst wenn die sich andeutende Männerfreundschaft des künftigen US-Präsidenten Donald Trump mit Russlands neuem Zaren Realität werden sollte.

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