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Kommentar von Friedemann Diederichs

Krebsgefahr durch Fleisch und Wurst: Kein Grund zur Panik

München - Verarbeitetes Fleisch, darunter auch Wurst, erhöht die Krebsgefahr. Das haben jetzt Experten der Welt-Gesundheitsorganisation WHO in einer Studie festgestellt. Was bedeutet das für den Verbraucher? Ein Kommentar von Friedemann Diederichs.

Das wichtige Kernwort der Untersuchung ist dabei „wahrscheinlich“ – was darauf hindeutet, dass es durchaus auch Zweifel an der Allgemeingültigkeit der Schlussfolgerungen gibt. Was bedeutet das nun für den Verbraucher?

Auch andere Studien sind schon längst zu dem Schluss gekommen, dass es einer großen Menge roten Fleisches bedarf – vor allem wenn es mit Nitriten gepökelt wird – um, statistisch gesehen, die Gefahr von Tumorerkrankungen zu erhöhen.

Doch Anlass zur Panik oder für einen strikten Bann von Fleisch und Wurst vom Speiseplan sollten die jüngsten Analysen nicht geben. Der Schlüssel für eine gesunde Ernährung dürfte in Mäßigung und einer ausgewogenen Nahrungszufuhr liegen, die neben rotem Fleisch auch Alternativen zuläßt. Der Autor wird sich jedenfalls ein gelegentliches Steak, einen Cheeseburger oder Rauchschinken nicht vermiesen lassen – zumal seine Großmutter, die fast jeden Tag mit Freude Wurst zu sich nahm, 93 Jahre alt wurde.

Friedemann Diederichs

Sie erreichen den Autor unter politik@merkur.de

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