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MM-Redakteur Til Huber

Kommentar

Machtproben in der AfD: Petrys schwindelnde Höhen

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München - Während Frauke Petry sich auf Deutschlands höchstem Berg mit dem Chef der österreichischen FPÖ traf, braute sich bei den Parteikollegen unten im Tal etwas zusammen. 

Frauke Petry war am Freitag ganz oben, aber das Bild trog. Mit dem Chef der österreichischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, traf sich die AfD-Chefin zwar auf der Zugspitze, Deutschlands höchstem Gipfel – die Rechtspopulisten wollen enger zusammenarbeiten, am liebsten gemeinsam die Europäische Union aufmischen. Doch unten im Tal braute sich wieder einmal etwas zusammen.

In Petrys Parteivorstand kursierte ein Papier, in dem ihr Kollegen „Eigenprofilierung“ vorwerfen. Es ist ein weiteres Warnsignal, das der ehrgeizigen Chefin deutlich vor Augen führen dürfte, wie sehr ihre Autorität inzwischen in Frage steht. Jüngst hatten sie die Kollegen schon in der Causa Gauland-Boateng eingebremst. Sowohl die Rechtsaußen in der Partei als auch eher Gemäßigte sticheln gegen sie. Unter anderem wirft man ihr wie ihrem Vorgänger Lucke einen selbstherrlichen Führungsstil vor.

Einiges deutet darauf hin, dass Petrys Co-Vorsitzender Jörg Meuthen aus ihrer Schwäche Kapital schlagen will. In einem symbolträchtigen Auftritt in Thüringen umarmte er geradezu den dominant auftretenden rechtsnationalen Flügel um Björn Höcke. Ein machttaktisches Manöver? Es scheint zumindest nicht mehr ausgeschlossen, dass Strache künftig mit anderen auf Berge steigen muss.

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