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Ergebnis der Pisa-Studie schreckt auf

Kommentar: Mehr Lehrkräfte gegen Mobbing

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Fast jeder sechste Schüler in Deutschland leidet unter Mobbing in der Schule. Unsere Redakteurin Barbara Wimmer kommentiert.

In Deutschland, wo man einmal sehr stolz auf die Qualität seines Bildungssystems war, hat seit dem Jahr 2000 schon mancher PISA-Leistungstest dem vage-wohligen Gefühl, zu den Besten zu gehören, einen schmerzlichen Dämpfer versetzt. Die Resultate entsprachen nicht den Vorstellungen im Land der Dichter und Denker. 

Einen etwas anderen „PISA-Schock“ müsste das Ergebnis der jüngsten Studie bewirken: Fast jeder sechste Jugendliche leidet in der Schule unter Mobbing, wird – regelmäßig – gehänselt, geschubst, verspottet, schikaniert, ausgegrenzt. Es sind wahre Martyrien, die manche Kinder und Jugendliche durchmachen, dadurch traurig und depressiv werden. Für Eltern, die die Lage ihrer Kinder erkennen, gibt es Ratschläge, wie sie ihre Töchter und Söhne dagegen stählen können. Am ehesten aber ist es doch die Aufgabe engagierter Lehrkräfte, psychisch und/oder physisch terrorisierten Schülern zu helfen: Indem sie ihre Klassen, die „Bullys“ und die Schwächeren im Blick haben, bei Leistungsabfall und Verhaltensänderungen nachhaken und möglichst allen Schülern gegenseitige Rücksichtnahme beibringen. 

Das ist auch beim besten Pädagogenwillen nur möglich, wenn die Klassen nicht zu groß sind und die Lehrer nicht am Rande eines Burnout. Seltsamerweise haben die Chefs der beiden größten Lehrerverbände die Auswertung als „völlig überflüssig“ bezeichnet. Sie sollten aber zumindest fordern, das angeblich verschwendete Geld für viel mehr Lehrkräfte und eine bessere schulpsychologische Ausbildung zu verwenden.

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