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MM-Vize-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

Spitzentreffen der Union im Kanzleramt

Merkel lässt Seehofer und Gabriel abtropfen: Zweite Liga

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München - Die teils erdrutschartigen Ansehensverluste Seehofers und Gabriels zeigen: Lautes Gebell und ständiges Schielen nach Hinterausgängen aus der gemeinsam verantworteten Asylpolitik helfen nicht weiter. Ein Kommentar.

Trotz aller Schwierigkeiten und Ungereimtheiten ihrer Flüchtlingspolitik: In Deutschland behält die Kanzlerin das Heft des Handelns in der Hand. Und zwar so fest, dass die CSU am Rande des Nervenzusammenbruchs es schon als gewaltigen Erfolg verkauft, wenn ihr Chef einen Gesprächstermin im Kanzleramt erhält. Ergebnisse? Null. Den Plan, Merkel per Klage zum ersehnten Kurswechsel zu zwingen, hat die CSU mangels Erfolgsaussicht ohnehin schon mehr oder weniger begraben.

Es ist halt so: Mit Seehofers wirren Besuchen bei Autokraten in Moskau und Budapest kommt man der Kanzlerin ebenso wenig bei wie mit Gabriels aberwitzigen Plänen, über Deutschland ein Füllhorn an teuren Wohltaten auszukippen, auf dass nicht alles Geld nur bei den Flüchtlingen lande. Zum Glück sind die Bürger zu klug um nicht zu verstehen, dass sie am Ende die Zeche für das eine wie das andere bezahlen müssen. Seehofer wie Gabriel kicken politisch in der zweiten Liga. Merkel spielt noch immer Champions League, auch wenn viele an ihr (ver)zweifeln.

Teils erdrutschartige Ansehensverluste Seehofers und Gabriels

Zu spät hat man in der CSU erkannt, dass sich Merkels CDU umso enger um ihre Chefin scharte, je gröber Seehofer seine Angriffe führte. Die jüngst ermittelten, teils erdrutschartigen Ansehensverluste Seehofers und auch Gabriels zeigen, dass lautes Gebell und das ständige Schielen nach irgendwelchen Not- und Hinterausgängen aus der bis zum heutigen Tag gemeinsam verantworteten Asylpolitik nicht weiterhelfen. 

Dass man sich damit, wie die Kanzlerin ebenso treffend wie böse anmerkt, nur „klein“ macht. Was bleibt, ist die Hoffnung auf Merkels Lernkurve: Ihre Weigerung, den Griechen – so wie im September den Ungarn – die gestrandeten Flüchtlinge abzunehmen, zeigt, dass die Kanzlerin ein gutes Stück vorangekommen ist. Die Grenzschließungen auf dem Balkan sind für sie Niederlage und, mit Blick auf die Wahlen am 13. März, Rettung zugleich.

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