Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis
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Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

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Clan-Kriminelle nehmen Berlin aus - „Weltanschauliche Vorlieben“ machen es möglich

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Die rot-rot-grün regierte Hauptstadt hat es Corona-Betrügern leicht gemacht. Warnungen des Landeskriminalamts schlug der Senat in den Wind. Die Stadt vertraut den Falschen, meint Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis. 

  • Berlin hat in der Corona-Krise 1,3 Milliarden Soforthilfen ausgezahlt.
  • Die Corona-Soforthilfen wurden Selbständigen und Kleinunternehmen ohne große Überprüfung gewährt. 
  • Der rot-rot-grüne Berliner Senat hat es Gaunern zu leicht gemacht, Betrugsfälle häufen sich.

Wem der rot-rot-grüne Berliner Senat vertraut – und wem nicht –, folgt unübersehbar weltanschaulichen Vorlieben. Die eigene Polizei hat die misstrauische Hauptstadt mit ihrem „Antidiskriminierungsgesetz“ gerade ziemlich pauschal unter Rassismusverdacht gestellt; ein Polizeibeamter, der sich zu Unrecht beschuldigt sieht, muss künftig selbst seine Unschuld beweisen, was sich im Einzelfall oft kompliziert gestalten könnte. Weitaus vertrauensseliger gaben sich SPD, Linke und Grüne hingegen bei vielen Clankriminellen, die, wie das ARD-Magazin „Kontraste“ jetzt berichtete, in Berlin großzügig Coronahilfen abzockten

Corona-Soforthilfe: Berlin hat 1,3 Milliarden Euro gezahlt  

Weit mehr als 200.000 Förderanträge hat die Stadt ohne jegliche Kontrolle bewilligt, mehr als das wesentlich größere Bayern. 1,3 Milliarden Euro kamen so unters Volk. Ergebnis: Unter den Empfängern waren jede Menge Betrüger, die die Stadt ausgenommen haben wie eine Weihnachtsgans. Bis zu 9000 Euro konnten (angebliche) Solo-Selbstständige auf diese Weise abgreifen, 15.000 gab’s für Kleinunternehmer mit bis zu zehn Angestellten.

Betrüger hatten es in Berlin besonders leicht

Man hat es den Ganoven leicht gemacht. Ausweiskontrolle? Gewerberegisterabgleich? All das, was in anderen Bundesländern selbstverständlich war, hielt man in Berlin für überflüssig. Dringende Warnungen des Landeskriminalamts hat man in der Party-Hauptstadt großzügig ignoriert. Nun ginge das alles nur die Berliner etwas an, müssten die vielen Millionen Euros, die die Stadt fahrlässig an Corona-Betrüger überwiesen hat, nicht von den Steuerzahlern in anderen Teilen des Landes hart erarbeitet werden, Stichwort Länderfinanzausgleich. Berlin schuldet dem Rest der Republik eine Erklärung. Aber wahrscheinlich gibt es stattdessen nur Belehrungen, dass die Verwendung des Begriffs „Clankrimineller“ rassistisch sei...

Hajo Schumacher ist häufiger im ZDF-Talk von Markus Lanz zu Gast. Diesmal knöpft sich der Journalist den Berliner Bürgermeister Michael Müller und dessen Kabinett vor - mit Folgen.

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