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MM-Redakteur Christian Deutschländer.

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Orban im Landtag: Eine naive Hoffnung

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München - Wer in grenzüberschreitender Politik Einfluss geltend machen will, muss reden, den Dialog suchen. Weg-ignorieren, weg-boykottieren lassen sich solche politischen Phänomene nicht.

Wären doch die Debatten im Landtag immer so leidenschaftlich umstritten wie jener Termin mit Viktor Orban am Montagabend! Ein bisschen weniger Aufregung um den Ungarn hätte gereicht, schön wäre dafür ein bisschen mehr Schwung in den Parlamentsritualen, wo mitunter Abgeordnete vom Blatt runter ihre Reden abstottern. Das ist die Lehre aus dem Besuch des Regierungschefs.

Orbans Auftritt in einer Privatveranstaltung im Maximilianeum muss man nicht schön finden, sie ist aber an sich noch kein Skandal. Mit Teilen seiner Politik darf man sich kritisch auseinandersetzen, mit dem Anti-EU-Kurs, drastischen Schritten gegen Flüchtlinge, restriktiver Medienpolitik. Der Gedanke ist aber schon naiv, dass Orbans Politik oder seine schrille Rhetorik sich auch nur einen Millimeter ändern würde, wenn man ihn in ein Nebenzimmer der nächsten Wirtschaft verwiese. Oder dass er sie ändert, weil Bayerns erfolgsgestählte SPD seinem Auftritt fernbleibt. Wer in grenzüberschreitender Politik Einfluss geltend machen will, muss reden, den Dialog suchen. Aus dem Umgang Europas mit der rechtspopulistischen FPÖ, der zu ihrem weiteren Erstarken beitrug, sollte man gelernt haben: Weg-ignorieren, weg-boykottieren lassen sich solche politischen Phänomene nicht.

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