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Claudia Möllers, Ressortleiterin der Bayernredaktion. 

Besuch auf dem Tempelberg

Kommentar: Scharfer Wind bläst gegen Bischöfe

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Zwei Monate nach der Reise ins Heilige Land sind die deutschen Bischöfe weiter harter Kritik ausgesetzt. Eine schwierige Lage - politisch wie gesellschaftlich.

Erst Kardinal Marx, jetzt auch Landesbischof Bedford-Strohm. Beide bedauern inzwischen, dass sie bei der ökumenischen Pilgerfahrt ins Heilige Land auf den Tempelberg und an die Klagemauer gegangen sind. Und dass sie dabei aus Rücksicht auf die schwierige Situation an diesen heiklen politischen Brennpunkten ihr Brustkreuz abgenommen haben.

Zu angespannt war die Situation vor Ort. Soldaten mit Maschinenpistolen führten jugendliche Juden ab, die am Tempelberg entgegen des ausdrücklichen Verbots gebetet hatten. Ein Jahr zuvor hatte es noch religiöse Auseinandersetzungen mit Toten gegeben. So war die Lage. Heute ist man klüger, heute würde man diese Orte meiden. Aber das ist auch ein trauriger Beweis dafür, wie hoffnungslos die Situation im Heiligen Land ist. Frieden will keiner dort, hieß es hinter vorgehaltener Hand. Wie schlüpfrig das politische Parkett in dieser Region ist, das haben die deutschen Bischöfe am eigenen Leib erfahren. Doch auch in der Heimat weht inzwischen ein scharfer Wind.

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