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Redakteur Christian Deutschländer.

Das brachte die Bayern-Reise

Kommentar zur Seehofer-CSU: vage Lernkurve erkennbar

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München - Bei der Seehofer-CSU zeichnet sich vage eine Lernkurve ab, schreibt Christian Deutschländer in seinem Kommentar. Der Lerneffekt ist wichtig, schließlich muss Seehofer den Konflikt mit Merkel deeskalieren.

Basis-Touren der Regierung sind im schlechteren Fall ein inszenierter Polit-Musikantenstadl. Dem Bauchpolitiker Seehofer scheint bei seiner Bayern-Reise ein besserer Dialog gelungen zu sein. Was er und seine Führungsriege an der CSU-Basis zu hören bekamen, kann die aufgeheizte politische Debatte 2016 parteiübergreifend bereichern. Im Kern: Bürgerliche Wähler verlangen, dass Regierende und Medien heikle Fragen aufgreifen, statt sie in missverstandener politischer Korrektheit kleinzureden.

Ein Beispiel für die Zuwanderungsdebatte: Angst vor Überfremdung, Zweifel an der Integrationsfähigkeit des Islam, Neid gegenüber Leistungen für Flüchtlinge – auch darüber ist zu reden, denn nur argumentativ lässt sich das klären. Der Vorwurf, Klartext über Ängste und Kritik an der Merkel-Flüchtlingspolitik trieben der AfD die Wähler in Scharen zu, ist substanzlos (und in Bayern auch durch Umfragen widerlegt). Schweigen, schönreden, wegducken? Alles nicht mehr zeitgemäß.

Ebenso verlangt der Wähler aber Maß und Stil im Konflikt. Er hat ein Gespür dafür, wo Politik nur Theaterdonner ist, wo mit Verfassungsklagen nur gedroht und gepoltert wird. Da zeichnet sich bei der Seehofer-CSU vage eine Lernkurve ab. Auch das ist wichtig, denn vor ihm liegt die schwierige Aufgabe, den Konflikt mit Merkel bis Anfang 2017 so zu deeskalieren, dass auch eine CSU für die Kanzlerin wieder Wahlkampf machen mag.

Nur leises Maulen: Basis stützt Seehofers 

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