Deutsche wegen IS-Zugehörigkeit zum Tode verurteilt

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Seehofers Putin, Merkels Erdogan: Saubere Freunde

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München - Statt sich dubiosen „Verbündeten“ wie Putin oder Erdogan auszuliefert, sollten Horst Seehofer und Angela Merkel ihren Streit in der Flüchtlingsfrage lieber beilegen. Ein Kommentar von Georg Anastasiadis.

Die „Herrschaft des Unrechts“, die Horst Seehofer zur Entrüstung von SPD und CDU in Deutschland am Werk sieht, gibt es wirklich – aber doch eher in Russland, vor dessen Despoten Putin der Bayer soeben seinen Hofknicks machte. So eilig hatte es der „noble“ Putin mit der Bombardierung der syrischen Bewohner Aleppos, dass er kaum die Abreise seiner bayerischen Gäste abwarten mochte. Dass der Moskauer Kriegsfürst damit eine weitere Flüchtlingswelle in Richtung seiner neuen Freunde aus dem weiß-blauen Freistaat in Gang setzt, war Putin mindestens egal. Gewiss aber passt es auch prima in sein Kalkül, Deutschland – und damit Angela Merkel – weiter zu destabilisieren.

Der Plan könnte funktionieren, denn auch die Kanzlerin hat ihr Wohl und Wehe leider an einen Mann geknüpft, der in puncto Skrupellosigkeit Putin kaum nachsteht: Jetzt bekanntgewordene Drohungen Erdogans, er könne die Flüchtlinge auch „in Bussen“ an die EU-Grenze karren lassen, zeigen einmal mehr, dass Ankara mit Europa Katz und Maus spielt. Ob sich die Flüchtlingskrise mit einem solchen „Partner“ lösen lässt, erscheint sehr zweifelhaft.

Statt sich dubiosen „Verbündeten“ auszuliefern, die doch nur ihr eigenes Süppchen kochen (die Regierungen des Maghreb gehören auch dazu), sollten die deutschen Streithähne in der Flüchtlingsdebatte endlich selbst die Initiative zurückgewinnen. Das geht nur, wenn die deutsche Politik selbst entscheidet, wer ins Land darf – und vor allem: wer nicht. Erst alle hereinzulassen, um die nicht Schutzbedürftigen dann unter enormen Verrenkungen wieder loszuwerden (oder auch nicht), ist der grundfalsche Ansatz. Dazu muss aber die Kanzlerin endlich über ihren Schatten springen. Wenn ihr ihr Amt lieb ist, darf sie damit nicht mehr lange warten. Nur ein klares Signal an der Grenze kann verhindern, dass noch mehr Mühselige und Beladene ihre sicheren Heimatländer verlassen, weil sie von einem besseren Leben in Deutschland träumen.

Georg Anastasiadis

Rubriklistenbild: © Haag Klaus

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