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Unser Autor Sebastian Horsch.

Verdis Rentenkampagne

Kommentar: Sprechen wir endlich offen über das Rentenniveau

München - Mit der Rentenkampagne von Verdi rückt das Thema Altersarmut wieder in den Fokus. Das ist auch richtig und wichtig, auch wenn die Behebung des Problems teuer und anstrengend wird.

Eines ist klar: Der rekordverdächtige Rentenaufschlag 2016 ist ein Ausreißer, danach werden die Zeiten härter werden für Deutschlands Rentner. Nun warnt auch Verdi vor drohender Altersarmut als Folge des kontinuierlich sinkenden Rentenniveaus. Mit einer großen Kampagne wirbt die Gewerkschaft deshalb bald für höhere Renten. Renten hoch, alles gut? So einfach ist es also?

Keineswegs. Es wird teuer und anstrengend, das deutsche Rentensystem langfristig tragfähig zu halten. Und es muss endlich eine ehrliche Diskussion darüber geführt werden, wie das zu schaffen ist.

Dass Verdi die Debatte in den kommenden Jahren ins Zentrum rücken will, ist deshalb unbedingt richtig und dringend notwendig. Gerade weil es zukünftig wohl seltener um neue Wohltaten à la Rente mit 63 oder Mütterrente gehen wird, sondern stattdessen um weitere Beitragserhöhungen, höhere Belastungen für Steuerzahler und immer längere Lebensarbeitszeiten. Das sind unangenehme Nachrichten, auch für die Politiker, die sie ihren Wählern überbringen müssen. Doch jetzt ist die Zeit, darüber zu sprechen – nicht erst, wenn sämtliche Rücklagen aufgezehrt sind.

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