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Kontraproduktive Aussagen

Kommentar: Steinmeier auf Trump-Niveau

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München - Wie produktiv ist es, wenn europäische Diplomaten und Staatsoberhäupter sich verbal auf dem Niveau mit Donald Trump auseinandersetzen, für das sie ihn kritisieren? Gar nicht, sagt Merkur-Politikchef Mike Schier. Ein Kommentar.

Für den obersten deutschen Diplomaten ist das ganz schön starker Tobak: Als „Hassprediger“ bezeichnete Frank-Walter Steinmeier den Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner, Donald Trump. Ganz in der Tradition der alten Achse Berlin-Paris weiß sich der Außenminister da mit François Hollande einig. Der französische Präsident hatte erklärt, die „Exzesse“ in Trumps Reden erzeugten „ein Gefühl von Brechreiz“.

Die beiden Herren begeben sich mit ihren Aussagen auf genau jenes Debattenniveau, das ihnen bei Trump missfällt. Von der alten Diplomaten-Regel, sich in innenpolitische Prozesse enger Verbündeter nur mit höchster Vorsicht einzumischen, scheint im westlichen Wertebündnis nicht viel übrig zu sein (außer man hat ein Flüchtlingsabkommen geschlossen). Statt mit inhaltlicher Auseinandersetzung zu punkten, ergeht man sich in Beschimpfungen.

Man muss kein Freund des provokanten Milliardärs aus New York sein, um solche Aussagen für kontraproduktiv zu halten. Gerade Trumps Fangemeinde dürfte sich durch Provokationen aus dem „alten Europa“ eher bestärkt fühlen. Cleverer wäre es, Hillary Clinton in ihrer künftigen Rolle als mächtigste Frau der Welt zu bestärken. Die Umfragen weisen ja ohnehin in ihre Richtung.

Rubriklistenbild: © Haag Klaus

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