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Hochhaus-Debatte in München: Die Mischung macht’s

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Um die Wohnungsknappheit in München zu entzerren, denkt Bürgermeister Josef Schmid laut über eine neue Hochhaus-Debatte für München nach. Unser Rathaus-Reporter Sascha Karowski kommentiert. 

Bis 2035 soll die Einwohnerzahl Münchens auf 1,85 Millionen Menschen anwachsen. Das sind 300.000 Bürger mehr als jetzt. Dass dieser Zuwachs nicht allein mit Wohnungen auf der grünen Wiese wird bewältigt werden kann, dürfte unstrittig sein. Beispiel: Das neue Viertel in Freiham soll auf 350 Hektar einmal Wohnraum für mehr als 30.000 Menschen bieten. München bräuchte zehn Freihams, um dem Wachstum allein mit dem Bau in die Breite Rechnung zu tragen. Doch die Fläche ist endlich. 

Den Zuwachs jedoch allein mit dem Bau in die Höhe aufzufangen, ist ebenso unvorstellbar. In München wird es keinen Wohnturm geben, der höher ist als 100 Meter. Diese Wohnungen würden unvorstellbar teuer. Das schreckt bislang sogar Investoren ab. Es wäre deshalb auch nicht die Art Wohnraum, die München braucht: bezahlbar. Mal abgesehen davon, dass es hier bisweilen schon gegen 13-geschossige Wohnhäuser Proteste hagelt. Es wird also eine Mischung brauchen aus Nachverdichtung, neuen Gebieten und höheren Gebäuden, bis 60 Meter. Und der ein oder andere Anwohner wird es schlucken müssen, wenn seine Hundewiese zugebaut, die Abendsonne verschattet wird. Denn klar ist doch auch: Es entstehen ja nicht nur Wohnungen für Zuzügler, sondern auch für die nächste Generation Münchner.

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