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MM-Redakteur Felix Müller.

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Die Wiesn nach den Bluttaten: Zeit für mehr Sicherheit

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München - Die Akzeptanz für eine Einzäunung der Wiesn dürfte nach der Freitagnacht der Angst schlagartig gestiegen sein. Auch über Paniksituationen muss nachgedacht werden. Eine Wiesn, wie wir sie kannten, wird es heuer nicht geben.

Keine drei Wochen ist die Debatte her. Sie kommt einem vor wie aus einer anderen Zeit. Im Münchner Rathaus diskutierten die Fraktionen über die Sicherheit auf dem Oktoberfest. Wiesn-Chef Josef Schmid setzte sich mit seinem Zaun-Konzept nicht durch. Mei, sagte sich die Stadtrats-Mehrheit, dann mach’mas halt irgendwie anders.

Nach dem Attentat von München ist diese Position nicht mehr haltbar. Mit der Sicherheit spielt man keine parteipolitischen Spielchen. Eigentlich eignet sich die Diskussion ohnehin nicht zum Parteienstreit. Wie man die Wiesn und ihre Besucher am besten schützt, darüber sollten Veranstalter, Polizei, das Münchner Kreisverwaltungsreferat beraten. Gut, dass alle Seiten offen dafür zu sein scheinen, dass der Wiesn-Chef das jetzt noch einmal neu tun will.

Die Akzeptanz bei den Münchnern für eine Einzäunung wie bei fast allen Großveranstaltungen dürfte nach der Freitagnacht der Angst ohnehin schlagartig gestiegen sein. Ja, auch über Paniksituationen muss nachgedacht werden, Ordner müssen im Notfall schnell Ausgänge öffnen. Aber eine Wiesn, wie wir sie kannten, wird es heuer ohnehin nicht geben. Mit einem Rucksackverbot und vernünftigen Kontrollen an den Zugängen dürfte es vielen Menschen aber leichter fallen, für ein paar unbeschwerte Stunden die Sorgen der Welt draußen zu lassen. Und das, so viel zumindest scheint sicher, ist 2016 ganz besonders wichtig. 

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