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Tunnel unterm Englischen Garten: Noch kein Durchbruch

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München - Das Ideal der autogerechten Stadt hat viele Wunden gerissen, die heute nicht zu fassen sind. Die vielleicht unglaublichste: eine röhrende, stinkende Schneise quer durch den weltbekannten Englischen Garten. Diese Wunde zu heilen, ist eine historische Chance. Ergreift man sie nicht, würde alles noch schlimmer.

In München ist wenig bekannt, was die Konsequenz wäre: In wenigen Jahren liefe für den Status Quo die Genehmigung aus, der Mittlere Ring müsste im Park sogar noch ausgebaut werden: eine absurde Vorstellung. Wenn die Politik sich jetzt vom nervigen Klein-Kein der Schuldzuweisungen zwischen Rathaus und Staatskanzlei verabschiedet, ist das eine gute Nachricht. Bürgermeister Josef Schmid, CSU, könnte in der Frage endlich die Rolle spielen, die sich viele von ihm erwartet haben: einen guten Draht zum Freistaat zu schaffen.

Ein Durchbruch freilich ist all das noch nicht. Zu schwierig dürften die Gespräche werden, wenn es konkret ums Geld geht. Und zu offen ist die Frage, ob Münchner Unternehmen wirklich in großem Stil spenden.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zur Tunnel-Frage am Englischen Garten.

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