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Markus Söder auf der Durchreise in Kranzberg.

Unrühmlicher Abgang

Kommentar zu Söder in Kranzberg: Minister hat sich zweimal weggeduckt

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Der Auftritt von Finanzminister Markus Söder in Kranzberg hat die Startbahngegner verärgert. Dass der Finanzminister sie ignoriert hat, lässt aber auch positive Rückschlüsse zu. 

Eines, so habe ich gedacht, kann man Markus Söder nicht vorwerfen: dass sich der polarisierende bayerische Minister davor scheut, gegenüber einer aufgebrachten Masse auch unpopuläre Meinungen zu vertreten. Da lag ich wohl falsch. 

In Kranzberg, wo er nicht wegen des Flughafen- sondern wegen des Breitbandausbaus war, hat er sich gleich zweimal weggeduckt. Zunächst vor den zahlreich angereisten Startbahngegnern, denen er sich nicht gestellt hat. Danach, als er seine Haltung pro Startbahn damit begründete, dass er als Aufsichtsratsvorsitzender der FMG dazu verpflichtet sei. Da versteckt ein Mann mit Ambitionen auf das höchste politische Amt in Bayern seine Meinung hinter einem Posten. Vielleicht ist aber sein unrühmlicher Abgang durch die Hintertür auch ein gutes Zeichen für die Startbahngegner: dass er gegen sie einfach keine guten Argumente in petto hat.

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