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Merkur-Redakteur Ulrich Lobinger.

Personalmangel

Überlastung im KVR: Die Grenzen des Wachstums

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München - Stundenlange Wartezeiten in der Kfz-Zulassungsstelle und den Bürgerbüros sind in München der Normalzustand. KVR-Chef Blume-Beyerle schlägt jetzt Alarm - ein Kommentar von Merkur-Redakteur Ulrich Lobinger.

Stundenlange Wartezeiten in der Kfz-Zulassungsstelle und den Bürgerbüros gehören in München genauso zum Alltag wie lange Schlangen bei Wohnungsbesichtigungen, überfüllte U- und S-Bahnen oder verstopfte Straßen. Die Ursache für alle diese Probleme ist der zügellose Zuzug nach München, eine Stadt, deren Infrastruktur nicht für 1,5 Millionen Menschen ausgelegt ist, sondern eher für 1,2 Millionen. Die Lebens- und Liebenswürdigkeit Münchens ist im Gefühl vieler Einheimischer zuletzt gesunken.

Die Politik muss langsam aber sicher entscheiden, wohin die Reise in der Stadt geht. Soll München die Weltstadt mit Herz sein, die zwar modern ist, aber gleichzeitig ihre Identität bewahrt? Oder soll München sich zu einem Millionen-Moloch nach Vorbild Londons entwickeln, wo gerade eine 13 m2 große Garage in der Innenstadt für eine halbe Millionen Euro den Besitzer wechselte? Derzeit doktern die Politiker lediglich an den Symptomen des Zuzugs herum. Hier ein paar zusätzliche Stellen im KVR, hier ein neuer Auto-Tunnel unter dem Ring. Es ist stattdessen an der Zeit, einmal ganz grundsätzlich über die Zukunft der Stadt nachzudenken – und das Ergebnis, wie immer es ausfallen mag, zur Grundlage für künftige Entscheidungen zu machen. München braucht endlich eine Vision für die Zukunft.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht: Lange Wartezeiten - KVR-Chef ruft um Hilfe

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