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Merkur-Politik-Redakteur Werner Menner.

Friedensgespräche

Kommentar zu den Syrien-Gesprächen: Im Kreisverkehr

München - Die Geberkonferenz ist wie ein Tropfen auf den heißen Stein, findet unser Autor. Wer wie viel Geld gibt wird unwichtig, wenn nicht endlich Frieden geschaffen wird in Syrien.

Deutschland hilft: 2,3 Milliarden Euro für syrische Flüchtlinge. Das klingt nach viel, ist aber nur ein Tropfen auf einem glühenden Stein. Auch die vielen Milliarden, die Europas Investitionsbank den Anrainer-Staaten Syriens für die Versorgung Geflüchteter leihen will, werden das Problem nicht lösen. Aber sie werden Leben retten. Tausende, wenn nicht zehntausende Leben. Und das muss absolute Priorität haben, wenn das Wort Humanität auch künftig für hehre menschliche Werte stehen soll.

Was Syrien selbst am dringendsten benötigt, ist ein Waffenstillstand. Den aber können nur die Großmächte aushandeln – oder erzwingen. Am Zug sind also die USA und vor allem Russland, das hinter dem Assad-Regime steht. Und selbst dann werden Friedensgespräche nur dann Erfolg haben, wenn die Assad-Opposition und das Regime ihre überzogenen Forderungen deutlich herunterschrauben und sich auf einer Ebene begegnen, die auch realistische Züge aufweist. Und wenn der IS endlich mit einer geeinten Gegnerfront konfrontiert wird. Auch das können nur die Großmächte erreichen.

Das Problem ist nur, dass (noch) auch die Interessen der Großmächte divergieren. Ergo: Deutschland hilft ...

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