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MM-Redakteur Werner Menner.

Aleppo: Assad-Truppen ermorden Zivilisten

Kommentar: Der syrische Schlächter

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München - Berichten zufolge wurde die Waffenruhe in Aleppo erneut durchbrochen - von der syrischen Regierung. Die Stadt wird zum Synonym für Grausamkeiten - und Präsident Assad zum Schlächter seines Volkes. 

Nachrichten aus Syrien und Aleppo sind fast immer mit Grausamkeiten verbunden. Der Name der Stadt ist zum Synonym dafür geworden. Und zu einem Altar für Menschenopfer und die Menschlichkeit. Präsident Baschar al-Assad, von der Macht pervertiert, wird in die Geschichte eingehen – als Schlächter seines Volkes.

Seine Schergen, im Blutrausch schwelgend, morden in Ost-Aleppo skrupellos: Frauen, Kinder, Zivilisten. Sie massakrieren wahllos, allein mehr als 80 Personen bei ihrem Vordringen in ehemalige Rebellenviertel. Es geht nicht um Rückeroberung oder die Beilegung eines Bürgerkriegs, es geht um Rache und das Statuieren eines Exempels.

Die Killerbrigaden des Präsidenten töten und foltern – bevorzugt jene Bürger der Stadt, die sich ergeben – auf höchsten Befehl hin. Sie können es ungestraft tun, weil der Befehlshaber im Präsidentenplast Rückendeckung aus Moskau genießt. Aleppo zeigt, dass Kriegsverbrechen sich lohnen (oder zumindest nicht geahndet werden), wenn eine UN-Vetomacht (in diesem Fall Russland) hinter den Tätern steht. Das macht Assad nahezu sakrosankt und verurteilt seine Gegner zur Ohnmacht: Der Westen kann militärisch nicht eingreifen, ohne Russland zu treffen.

Die Schlacht um und die Menschenopfer von Aleppo sind vielleicht der Höhepunkt, ganz sicher aber nicht das Ende dieses Krieges. Assad hat noch viele Rechnungen offen. Und was Russland wirklich will, lässt sich nur ahnen.

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