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Für ihn ist auch Angela Merkel eine Gewinnerin der Wahl im Saarland: tz-Redakteur ordnet das Ergebnis in seinem Kommentar ein.

CDU gewinnt ersten Schlagabtausch

Kommentar zur Saarland-Wahl: Ein Sieg auch für Merkel

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München - Die CDU bleibt weiterhin an der Macht im Saarland. Dieses Wahlergebnis mit der Absage an Rot-Rot-Grün hat für tz-Redakteur Klaus Rimpel bundespolitische Aussagekraft.

Das kleinste Flächenland Deutschlands wurde im Vorfeld dieser Wahl zum Scheinriesen aufgeblasen: Eine Wahl, bei der weniger Bürger an die Urnen gerufen werden als bei einer Münchner Stadtratswahl, taugt aber sicher nicht als Testlauf für die Bundestagswahl.

Trotzdem hat sich der viel zitierte „Schulz-Effekt“ erstmals an der Realität messen müssen. Und da ist das Glas nach dieser Saar-Wahl mit seinen nur 800.000 Wählern je nach Betrachtungsweise halb voll oder halb leer: Die Saar-SPD dümpelte in den Umfragen vor Schulz in den Umfragen bei 25 Prozent und konnte in den letzten zwei Monaten zumindest wieder annähernd auf das Ergebnis zulegen, das sie schon 2012 hatte. Aber letztlich ist der deutlich gestiegene Rückstand zur CDU eine tiefe Enttäuschung für die euphorisierten Sozialdemokraten. Die rot-roten Blütenträume, quasi die Wiedervereinigung mit dem einstigen SPD-Chef Oskar Lafontaine an der Saar, sind zerstoben. Für viele Wähler war das rot-rote Gespenst wohl eher ein Grund, doch lieber die Amtsinhaberin von der CDU zu wählen - und damit die Große Koalition.

Bleibt ziemlich sicher Ministerpräsidentin im Saarland: Annegret Kramp-Karrenbauer hat das Wahljahr für die Union mit einem Erfolg eingeläutet.

Ein Desaster ist die Wahl für die Grünen - diese Saar-Klatsche wird die Diskussionen um das zahnlose Spitzen-Duo auf Bundesebene, Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt verstärken. Mit Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine CDU-Politikerin diese Wahl gewonnen, die in vielem Kanzlerin Angela Merkel ähnelt: Eine liberale Konservative, die mit Roten, Grünen oder Gelben gleichermaßen pragmatisch regieren kann. Es ist ein persönlicher Triumph für die von den Saarländern liebevoll „s’Annegret“ genannte Ministerpräsidentin - aber es ist auch eine Atempause für Merkel, deren mangelnde Angriffslust im bisherigen Bundestags-Vorwahlkampf aus den eigenen Reihen, vor allem aber aus der CSU, attackiert wird. Ohne populistische Parolen ruhig und gelassen seine Themen setzen - auch so kann man Wahlen gewinnen.

Hier sehen Sie das Ergebnis der Landtagswahl im Saarland in Karte und Grafiken.

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