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Claudia Möllers.

Mehrheit geht nicht in die Kirche

Kommentar: Weihnachtstradition auf dem Rückzug

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München - Immer weniger Menschen wollen zu Weihnachten in die Kirche gehen. Andernorts werden die Christen verfolgt. Dem Christentum stehen schwere Zeiten bevor.

In diesem Jahr könnte es zu Weihnachten in den Gotteshäusern der beiden großen christlichen Kirchen ein wenig leichter werden, einen Sitzplatz zu ergattern. Umfragen zeigen, dass mehr als jeder Zweite definitiv nicht zur Kirche geht. Im Westen Deutschlands wollen 26 Prozent einen Gottesdienst besuchen, im Osten nur 19 Prozent.

Bestimmt werden am Heiligabend die katholischen und evangelischen Kirchen wieder gut gefüllt sein. An den folgenden Feiertagen dürfte es luftiger werden. Sicher, noch immer sind die Zahlen der Gottesdienstbesucher an Weihnachten stattlich. Wo sonst versammeln sich an einem Wochenende mehr als ein Viertel der Bürger unseres Landes? Trotzdem sind die Zahlen bedenklich. Offensichtlich halten immer mehr Menschen nicht einmal mehr an den Hochfesten den Kirchgang für eine gute und notwendige Tradition. Der christliche Glaube hat es schwer derzeit. Im Westen wenden sich viele Menschen ab. In der Türkei gibt es Wirbel um ein Weihnachtsverbot an Schulen, in Kairo verlieren 27 koptische Gottesdienstbesucher bei einem Anschlag ihr Leben, in Syrien wird Christen das Leben zur Hölle gemacht. Vom Weihnachtsfrieden zu sprechen, fällt schwer. In diesem Jahr sind die Anforderungen an die Weihnachtspredigten besonders hoch.

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