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Bettina Bäumlisberger.

Keine Einigung zwischen Seehofer und Reiter

Kommentar: Zähe Hängepartie bei Startbahn-Entscheidung

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München - Die Entscheidung um die dritte Startbahn am Münchner Flughafen bleibt eine Hängepartie. Horst Seehofer bringt sich in die Bredouille, meint Merkur-Chefredakteurin Bettina Bäumlisberger.

Nach der Meuterei in der CSU-Fraktion rudert Regierungschef Seehofer zurück und setzt seinen Startbahn-Dialog zur Abwechslung mal mit den Volksvertretern fort. Die machen sich Sorgen um die Infrastrukturfähigkeit des Landes und damit um die Zukunft des Standorts Bayern. Zu Recht. Wer verhindert, dass der Flughafen attraktiv bleibt, der schwächt ihn und damit die heimische Wirtschaft. Gerät der Job-Motor im Erdinger Moos erstmal ins Stottern, ist er schnell abgewürgt. Fluggesellschaften, die keine Perspektiven sehen, denen wenig Direktflüge und nur schlechte An- und Abflugzeiten offeriert werden, suchen sich fix andere Drehkreuze. Die globale Konkurrenz wartet nur darauf, dass Bayern Schwächen zeigt.

Seehofer mahnt, Politik müsse den Willen der Bevölkerung umsetzen. Schön gesagt, aber dieser Wille ist selten eindeutig, außer vielleicht bei der Abschaffung von Steuern oder der Ausgabe von Freibier. Ansonsten ist es schon Aufgabe und Pflicht der Politik, Pro und Contra sorgfältig abzuwägen, sich von lauten Protesten nicht ablenken zu lassen und manches Mal unpopuläre Maßnahmen zum Wohl des ganzen Landes durchzusetzen. „Der Flughafenausbau ist für den Forschungs- und Produktionsstandort Bayern von elementarer Bedeutung. Es geht um Bayerns Ruf als unternehmensfreundliches Land.“ Dieser Erkenntnis von Horst Seehofer, gerade mal drei Jahre alt, ist nichts hinzuzufügen.

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