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Friedemann Diederichs kommentiert.

US-Korrespondent kommentiert

Kommentar zu Trumps Kampf gegen Illegale: Detail wird übersehen

Unser US-Korrespondent beobachtet sehr genau, wie der amerikanische Präsident gegen illegal im Land lebende Einwanderer vorgeht. Ein Detail wird in den Diskussionen vernachlässigt. Lesen Sie den Kommentar. 

Dass es in den USA nach dem Wahlsieg von Donald Trump einschneidende Veränderungen geben würde, war absehbar. Denn die Erwartungshaltung der Unterstützer des Republikaners ist groß. Nun zeichnet sich eine brisante Entwicklung ab, die die amerikanische Gesellschaft auf Jahre in ihren Grundfesten erschüttern könnte. Denn ein starkes Anziehen der Daumenschrauben gegenüber illegal im Land lebenden Einwanderern, die teilweise seit Jahrzehnten geduldet wurden und nun die Deportation fürchten, wird weitreichende Folgen haben – von zerrissenen Familien im Kleinen bis hin zur Wirtschaftslage im Großen.

Was in der Debatte neben der humanitären Problematik leicht übersehen wird: Millionen dieser Menschen sind ein fester Bestandteil und das Rückgrat von bestimmten Branchen – von der Landwirtschaft bis hin zur Gastronomie. Wer spült künftig die Teller, erntet die Felder ab, putzt Gebäude? Zwar hat Donald Trump den Wählern „Jobs, Jobs, Jobs“ versprochen. Doch für diese gerne als „minderwertig“ betrachteten und oft schlecht bezahlten wichtigen Arbeiten finden sich nur schwer US-Bürger. Es drohen neben einem Klima der Furcht in dieser Bevölkerungsschicht also auch massive Verwerfungen im Wirtschaftsgefüge.

Für manche politischen Probleme gibt es eben keine schnellen wie simplen guten Lösungen.

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