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Claudia Möllers, Leiterin der  Bayern-Redaktion des Münchner Merkur.

Sorge um die Zukunft der Arten

Kommentar zum Bienen-Volksbegehren: Die Stunde der Wahrheit

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Das erfolgreiche Bienen-Volksbegehren sollte jetzt weitreichende Folgen haben. Denn: Alle müssen sich besinnen, um die Natur zu schützen.  Ein Kommentar von Claudia Möllers, Leiterin der  Bayern-Redaktion des Münchner Merkur.

In Scharen sind die Unterstützer des Bienen-Volksbegehrens ausgeschwärmt, um ihr Anliegen zu verbreiten. Das Motto „Bienen retten“ lockte die Menschen an wie der süße Erdbeerkuchen die Insekten. Dass es um das Getier in Luft und Boden nicht gut bestellt ist, hat jeder bemerkt, der im Frühjahr und Sommer mit dem Auto unterwegs ist. Waren früher die Frontscheiben von toten Insekten übersät, ist heute die klare Sicht nach der Landpartie kaum getrübt. Inzwischen ist auch bei den Regierungsparteien angekommen, dass die Sorge um die Zukunft der Arten mehr ist als Ideologie.

Nun kommt Bewegung in die Debatte

Dass Bewegung in die Debatte kommt, dafür kann man den Initiatoren nur danken. Aber die Stunde der Wahrheit schlägt erst noch. Denn jetzt müssen alle beweisen, die in den vergangenen zwei Wochen in die Rathäuser marschiert sind und ihre Unterschrift geleistet haben, wie ernst es ihnen wirklich ist mit der Rettung der Insektenwelt. Was sie auch persönlich beizutragen bereit sind. Jetzt muss eine ehrliche Diskussion über Ursachen und Lösungsvorschläge beginnen. Sich auf ein Bauernopfer zu stürzen, ist zu billig. Keiner kann sich mit seiner Unterschrift freikaufen von notwendiger Veränderung des eigenen Verhaltens. Daheim den Rasen vom Mähroboter so kurz zu halten, dass kein Gänseblümchen eine Chance hat, ist so schädlich wie der Griff zu Billiglebensmitteln. Müssen es drei Flugreisen im Jahr und der pflegeleichte Kiesgarten sein? Alle müssen sich besinnen, um die Natur zu schützen. Den Beweis haben auch die anzutreten, die freudig unterschrieben haben.

Sie erreichen die Autorin unter  Claudia.Moellers@merkur.de

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