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Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis

Bub (5) mit Messer getötet

Kommentar zum Mord in Asylheim: Grünes Absurdistan

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Nach dem Mord an einem Fünfjährigen durch einen abgelehnten afghanischen Asylbewerber zeigen die Grünen mit dem Finger auf die bayerische Staatsregierung. Dabei hätten die Grünen allen Grund, selbst in sich zu gehen, findet unser Kommentator Georg Anastasiadis. 

Wer ist schuld am Tod eines fünfjährigen Buben in einer Oberpfälzer Asylbewerberunterkunft? Wenigstens für die Grünen ist der Fall klar: Die CSU habe es versäumt, den als gewalttätig bekannten afghanischen Täter von den übrigen Bewohnern des Heims zu trennen. Die Ökopartei umkurvt damit großräumig ein für sie gefährliches Minenfeld. Denn die eigentliche Frage ist eine ganz andere: Wie kann es sein, dass ein seit Jahren als hochkriminell bekannter abgelehnter Asylbewerber nicht in seine Heimat abgeschoben werden konnte? Selbst wenn man andere Heimbewohner besser vor ihm geschützt hätte, wäre doch die Bevölkerung weiter der von ihm ausgehenden Gefahr ausgesetzt gewesen.

Es ist immer dieselbe grüne Masche: Für die Humanität sind stets Claudia Roth & Co. zuständig, die selbst schwer kriminelle Asylbewerber nicht nach Afghanistan zurückschicken wollen. Aber wenn was passiert, sind immer die anderen schuld: die Polizei, der Verfassungsschutz, die CSU.

Der Oberpfälzer Fall legt schonungslos die absurden Schwächen des Rechtsstaates in der Asylpolitik offen: Selbst mäßig talentierte Betrüger führen ihn mit tätiger Mithilfe der Asyl-Lobby und ihrer politischen Verbündeten mühelos an der Nase herum. Wie Mostafa K., der, nachdem er seine Wohnung in Brand gesteckt hatte und deshalb Deutschland verlassen sollte, plötzlich seine Liebe zum Christentum entdeckte. Konvertiten, Taliban und Mörder stehen in Deutschland unter besonderem Schutz, da ihnen daheim angeblich die Todesstrafe droht. Hauptsache, die Story stimmt. Der Staat lässt sich betrügen. Und ein unschuldiges Kind bezahlt dafür mit dem Leben. Ist das der mitfühlende Staat, von dem die Grünen immer reden?

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